h1

Du, mein Bruder…

November 9, 2009

Hier gibt es nichts.
Kein Ansehen.
Kein Applaus.
Weggelegter. Dort am Rand.
Wenn Menschen da wären, dann…
dann wäre alles anders.
Vorbild.
Ehre.
Aufsehen würden sie!,
zu unserer helfenden Hand - 
die wir dir entgegenstreckten!
Weggelegter – dort am Rand…

Weggelegter. Zerrissener.
Bleib doch liegen… lästig bist du.
Was für ein Bild gibst du schon ab?
Dich hat es getroffen – nicht mich!
Ich seh dich nicht an. 
Gestraft hat er dich!

Bleib liegen
im Staub
am Rand
verblute.
Wir beschmutzen nicht unsere Kleider,
wir reichen dir nicht unsere helfende Hand!
Bleib liegen!
Verblute!
dort am Rand. 

Ein Weggelegter. Ein in den Staub gelegter. 
Ein Mensch. Ein Bruder. Ein Nächster.
Zeit bleib stehen – Unterbrechungen erlauben.
Hände zu helfen – heilend berührt.
Augen die sehen – tiefer schauen.
Wege zu ebnen – Lasten teilen.
Füße die gehen – beschützend geführt 
Ort ohne sorge - in Ruhe verweilen…
Mein Bruder. Mein Nächster. Mein Freund.
Etwas schenken.
Von mir.
Etwas schenken.
Von dir. – mein Gott.
Du mein Bruder. Mein Nächster. Mein Freund.

(Antje Schering; freie Interpretation und Übertragung zu Lukas 10,25-37)

barmherziger Samariter1

h1

Einblicke in Nachtgeträumtes…

November 6, 2009

Träumen ist mein Hobby in der Nacht. Nicht immer bin ich sehr erfreut darüber. Aber es ist schon auch hochinteressant, vor allem weil ich mich immer am nächsten Tag noch sehr klar an nicht nur einen Traum erinnern kann. Zumeist komme ich auf rund vier Träume.
Von diesen behalte ich dann, ohne aufschreiben, trotzdem noch zwei komplette Träume.

Ich würde ja gerne mal von so einer Märchenwelt träumen, vom fliegen, von Feen…
Stattdessen: Pure Realität – und doch nicht.

Aber schon auch irgendwie schön, wie neulich (vor einer Woche in etwa):
Vor unserer Gemeinde, direkt dort im Main, der sauber war (man glaubt es kaum!), standen Menschen, zum Teil planschend, zum Teil mitten im Geschehen einer gerade stattfindenen Taufe. Alles so natürlich.
Ich ging mit … hinein, oben sahsen Menschen an Tischen beisammen und sie waren genauso wie die draußen, vom Ausdruck ihres Gesichts natürlich, frei und ja, fröhlich. Es war sehr einladend.

Als ich aufgewacht bin, dachte ich mir, dass ist nicht nur geträumt. Das ist zum Teil und immer wieder auch Realität – und irgendwie macht das einen sehr dankbar.

Was nicht so schön ist und sich überhaupt nicht als Realität erwies – in nicht einmal einem kleinsten Ansatz (Gott sei Dank!), war der furchtbare Alptraum, wenn man träumt, dass man sein Fahrrad auf einem schmalen steilen Waldweg in wirklich alle Einzelteile zerlegt vorfindet und dies das Werk einer „Kleinjungenbande“ ist, die sich auch durch sozialpädagogische-psychologisches-lass-uns-mal-darüber-reden-warum-ihr-das-gemacht-habt, nicht zu einer Kooperation bewegen lassen und das nachdem man ihnen steile Hänge hinauf- und herabgefolgt ist… So muss man seiner Chefin am nächsten Tag, zerknirscht sagen, dass Arbeit heute flachfällt und bibbern und flehen, dass sie kapiert, dass es unmöglich ist, von einem Hausbesuch zum nächsten zu kommen, wenn man immerzu auf einen Bus warten muss…

Fahrrad war noch ganz. Geregnet hat es. Weiß nicht ob es nicht doch ganz gut gewesen wäre… …natürlich nur für diesen einen Tag versteht sich!

Und das Beste:
In der letzten Nacht, habe ich es geschafft eine beginnende Theologische Debatte über Kind- versus Erwachsenentaufe zuführen!  (weiß gar nicht warum, überhaupt kein aktuelles Thema)

Das hat mich doch sehr erheitert. 1. Ist es wirklich schon so weit gekommen? 2. das war keine gut gestützte Ausführung… das erheitert einen wirklich!

h1

Leiter, Visionär, Pionier

November 3, 2009

Danke, dass es euch gibt! denn:

Wo kämen wir hin,
wenn alle sagten, wo kämen wir hin,
und keiner ginge, um zu sehen,
wohin wir kämen, wenn wir gingen?
(Kurt Marti)

Spinnwebetür

h1

Fragen an dich – Hiob…

Oktober 14, 2009

Wir kennen uns – du und ich. Verbringen immerwieder mal Zeit miteinander, so wie vor ein paar Tagen – eine Woche lang…
Und dieses mal habe ich ein paar Fragen an dich… keine Angst, dass Warum? brauchen wir nicht zu klären…

Als deine Freunde kamen, hast du sicherlich nicht geahnt in welche Richtung all das geht.
Sie hörten zu. Lange. Aber dann, …
Warst du froh als sie redeten, oder hätten sie weiter schweigen sollen?
Vielleicht beides…? Nicht so reden, oder? …nicht so…
Rechtfertigen, Verteidigen.
In diese Rolle gedrängt, dort wolltest du dich doch nicht wiederfinden, glaube ich zumindest…

Trost.
Dir beistehen, statt Moralpredigten, Verhaltenskordexe, Religiösität und Philosophien über das Leben…
Ein: Dasein. Ein: Ich geh mit dir da durch.
Stattdessen: Abstandsschlagabtausch
Hiob, wie stehen Männer Männern bei? Wie trösten Männer Männer?
Auf ein Bier mit dir gehen? Oder lieber gleich einen Schnaps?  
Elihu hat es geschafft. Schritt für Schritt in Gottes Nähe… Solche Freunde die zu IHM führen anstatt nur Kreisen… er hat verstanden, dass mit der Vernunft all die Fragen die auf den Tisch kamen nicht zu lösen sind…  

Du wusstest wer du bist, weil du als Mann deine Identität in deiner Position zu deinem Gott hattest.
Aber, an welchem Faden musst du dich gefühlt haben, nachdem du Positionen die dein Selbst ausmachten verlorst?
Du als das Oberhaupt der Familie… aber über welche Familie?
Söhne, Töchter – tot. Und deine Frau? „Hälst du immer noch fest an deiner Frömmigkeit? Lästere Gott und stirb!“
Wie mag es dir ergangen sein? Du sündigst bei all dem nicht.
Deine Stellung in der Stadt war hoch. Fürsten nahmen sich zurück, Alte blieben stehen, Junge traten vor dir zur Seite…
…und warum? Weil du Hilfe gabst dem der sie brauchte…
Und jetzt?
Zum Spott geworden, Verachtung, sie lachten dich aus…

Stellung in IHM.
Hast du deswegen durchgehalten?
Deine Position bestimmt sich durch IHN, durch deinen EL SHADDAI?
Der Gott, dein Gott, der Mächtige (Elohim) und der Gott der Allgenügende (Shaddai) ist?
Du brauchst keinen anderen. Ihn. In ihm wo du selbst dich findest und du ruhig wirst.
Er genügt. Er hat die Macht.
Alles ruhig wird…
Er der dich birgt, schützt, wärme schenkt…

(Elshaddai kommt in Hiob als Gottesname 31x vor. Im AT (ausgenommen Hiob) dann nur noch 16x, das hebr. Shad kommt von der Brust der Mutter).

h1

Wunder

Oktober 9, 2009

Ich kenne solche Gebete die nur aus den flehentlichen Worten bestehen: „Bitte, ein Wunder Gott! Bitte, ich weiß, dass du das kannst!“
Manchmal durfte man dann solch eines erleben, so ein kleines… bei anderen Gebeten fragte und frage ich mich immer noch, ob ich noch wirklich glauben kann, dass ich Gott auch darin noch ein Wunder zutraue… …bei anderen ja, aber bei mir?
Und dann begreife ich zum Glück auch immer wieder, wie er stets das Wunder in mir selbst vollbringt, so dass er mich staunen lässt über mein Leben, dass was er darin tut, verändert und heilt, wie er ist und wie er zu mir ist…
…dass mein Leben, mit ihm, ein Leben voller vielfältiger und bunter Wunder ist!

Mein Leben - nur eine Erfüllung von einem Wunsch nach einem Wunder was ich mir sehnlichst erbitte und erhoffe?
Mein Leben - bestehend aus unzähligen Wundern…
Mein Leben – größer als das größte Wunder!

lilablume

Miracles

If I believed not in miracles
I wouldn’t be here today
If I believed not, that love could heal
I couldn’t stand here today
Broken down and cought in darkness
That held my grief within
If I believe not in miracles
How did He take away my sin

If I believed not that dreams come true
I couldn’t sing a new song
If I believed not that love was real
I wouldn’t last the day long
When the lies inside of my mind
Were driving me insane
If I believed not in miracles
How did He take away the pain

For no one knows the depth of sin
Like little ones who’ve fallen in
The pit of lies that causes such despair
For deep inside you know you’ve lost
Your very soul to pay the cost
And yet beyond hope,
you hope He will be there

Oh I believe now in miracles
I see them happen each day
And deep inside of this heart of mine
I let Him have His own way
For my life was torn in pieces
Wounded from within
If I believe not in miracles
How did He make me whole again

How can I ever thank you Lord
For all you’ve done for me
For healing me and loving me so much
When hope was gone with my last song
I sang my cry to Thee
and my whole life was changed by one touch

If I believed not in miracles
I wouldn’t be here today
If I believed not that love could heal
I couldn’t stand here today
All I know is that these poor eyes
Were blind but now they see
If you believe not in miracles
Just take a good look at me
Look at me, look at me

(Annie Herring)

h1

Was mir so im Kopf rumgeht…

Oktober 1, 2009

„Es ist doch nicht die Frage, was wir mit Christus anfangen sollen,
sondern es geht einzig darum, was er mit uns anfangen möchte.“


„Im Moment gleichen wir einem Ei.
Es geht nicht an, dass wir auf Dauer gewöhnliche, brave Eier bleiben.
Entweder wir müssen es ausbrüten oder wir werden faul.“

(C.S. Lewis)

h1

Kein Problem, oder?

September 22, 2009

„Gott, ist doch kein Problem, oder?
ich hätte bitte gerne nochmal den selben Traum wie neulich, ach ja und dann in der darauffolgenden Nacht gleich nochmal! 3x damit wir biblisch sind… gefällt dir doch dann auch besser, wenn ich schon Ansprüche stelle.
Und weißt du zur Entscheidungsfindung in einem anderen Bereich würde es mir sehr helfen, wenn ich 12 mails inerhalb der nächsten 24 Stunden bekommen würde, jeweils aus unterschiedlichen Städten Deutschlands.
Desweiteren wäre es noch super wenn in den nächsten 7 Tagen (insgesamt eine Woche lang) mir immer eine andere Person begegnet die nur durch einen Kommentar (wobei die betroffende Person natürlich nichts von der anstehenden Entscheidung weiß, aber du und ich wissen ja bestens bescheid) mir einen Himmlischen Fingerzeig von dir gibt!

Alles kein Problem für dich Gott, stimmts?
Hab nur das dumpfe Gefühl das ich ganz schön viele Ansprüche stelle…

Vertrauen -
ob ich danach nicht noch mehr fordern würde…? Es bis jetzt nicht genug war… hmhmhmhmmmm.

Frage mich was du mit Thomas gemacht hast.
Hat der auch gesagt: Frauen? Ich brauch wenn schon Männer! Und gleich über 10! 
Und dann: Nur wenn ich dich selbst sehe, wenn ich meine Hände in deine Wundmale lege dann…

Sei barmherzig mit mir…! Manchmal bin ich so unsicher… Danke…“

h1

abweisendes Grün und einladendes Braun

September 14, 2009

Da stolpert man über sie…
mit ihren Stacheln und dem komischen Grün schauen sie so abweisend aus. So: Lasst mich in Ruhe. Komm mir nicht zu nahe. Anschauen ja – anfassen nein. Lass mich liegen.
Und das macht man auch…

…bis man entdeckt was darin steckt, wenn selbstentschlossen oder durch fremdes Einwirken ein schmaler Riss im Grün entsteht und glänzendes, wohl poliertes Braun hindurchschimmert…
oder es ganz frei legt…
So etwas schönes dadrin? Man bückt sich, man will es anfassen, darüber die Finger gleiten lassen… so glatt… so gegensätzlich zu dem Außen… so glänzend…
Es spricht förmlich: Schau mich an. Fass mich an. Du darfst.
Wer hätte gedacht, was da heranreift? Was da drin steckt? Wer hätte es gedacht?

h1

Indiskutabel

September 13, 2009

Immer wieder hab ich das dumpfe Gefühl versuchen wir Gebote zu relativieren, Hintertürchen uns offenzuhalten und wenn es nur der Satz ist der uns rettet: „Das war Jesus. Er war ja Gott…“ Insofern, kann er ja nicht ganz wirklich das von uns fordern… ach ja?
Mich nervt Palaver, mich nervt Grau, mich nervt das Runterbrechen und beruhigen durch Psychologie statt Theologie. Statt aktiv Hinwendung zu Gott, liebe zu ihm, mit Scheitern und Fallen, eher zu einem „durchmogeln“, einem „Jesus hat doch da keinen Punkt gemacht…“.
Doch hat er. Absolutheit.
Liebe Gott. Liebe deinen Nächsten. Liebe dich selbst. PUNKT.
Nicht nur auf der Arbeit wo du Geld dafür bekommst, Menschlichkeit die bezahlt wird, nicht nur solange jemand noch halbwegs nett ist… Wo kämen wir denn da hin?
Wir werden es wohl immer relativieren, irgendwie immer anders hinbiegen wollen, wenn wir nicht zu ihm laufen, bei ihm bleiben…
Immerhin, das hat er auch gesagt: Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht denn ohne mich könnt ihr nichts tun. PUNKT.
Wahrscheinlich liegt darin unser Frust. Wollen wir ihn überhaupt noch? Wollen wir Gemeinschaft mit ihm noch? Wollen wir noch seine Absolutheit? Seine Güte? Zeit mit ihm?
Ich frag mich das ernsthaft…
…tritt an sein Wort nicht oft soviel anderes mit dem wir zuerst argumentieren z.B. die Psychologie und Phylosophie die nach mir immer mehr Raum gewinnt? oder berühmte Menschen?
Wollen wir ihn noch?

Ich will.
Weil er zu mir zusagt, dass ER der Weg die Wahrheit und das Leben ist und niemand zum Vater kommt als durch ihn allein.
Weg auf den ich gehen kann. Fester boden. Halt.
Wahrheit auf der ich stehen kann. Licht in unserer Zeit.
Leben das den Tod vertreibt. Leben darüber hinaus – mit dir in Ewigkeit.
Durch dich zum Vater der mich liebt! Bedingungslos, so wie ich bin! Reine Liebe die mich, Auge in Auge, ansieht!

Vater, vergib uns wo wir vergessen, dass du vollkommen, heilig und rein bist und wir als dein Volk irgendwie immerwieder darauf hereinfallen Kompromisse zu schließen die nicht gut für uns sind, anstatt uns dir zuzuwenden. Ich dank dir das du in uns lebst, das du unser unvermögen kennst, aber nicht nachlässt uns zu heiligen, trotz stolpern und fallen.
Danke für deine Geduld.

h1

Geteilte Welt

September 10, 2009

Was wäre das Leben ohne sie? Was wäre mein Leben ohne sie?
So unterschiedlich wie sie sind… „lauter Orginale“ pflege ich zu sagen.
Ich mag ihre „andere“ Welt, die doch auch etwas meine Welt ist…

Manche Leute „nerven“ sie nur – mich bringen sie auch manchmal auf die Palme, dass wissen sie, aber ich bringe so manche Leute auch an den Rand… - das weiß ich auch…
Manche Leute finden sie „anstößig“ durch ihr aussehen, verhalten… – manches ist nicht immer einfach…
Grenzen. unsichtbare Zäune, Straßenseiten die man wechselt, Augen mit dem man einen nicht anschaut… ist das nicht auch „anstößig“?
Manche Leute finden sie „anstrengend“ – körperlich. psychisch. belastend. Find ich auch – mich eingeschlossen – kein Grund, sie nur mit soetwas zu betiteln…

Und manche Menschen, mögen sie, lieben sie, freuen sich mit ihnen, lachen, lassen sich von ihrer Welt beschenken die so wertvoll ist… anders tickt… …sehen das was reich beschenkt sie gerne austeilen…
…ihr meine lieben Patienten mit euren unterschiedlichen geistigen und körperlichen  Behinderungen – ihr seid ein Plus für diese Welt - für meine Welt!

Immerhin wer wird schon von einem 45 jährigen mit vollem ernst auf 54 geschätzt???
Und ich dachte immer ich schaue meinem Alter entsprechend aus… weit gefehlt!… – deswegen hab ich auch einen Heiratsantrag bekommen und bin seine „Beste“ ;-)
#Trisomie21#