
Gezeichnet – Jonny Cash
Juli 6, 2009“I walk the line” hieß der Film der 2005 über unsere Kinoleinwände zog.
Jonny cash. Countrymusiker. Folk. Blues. Gospel. Und wirklich gelebt… Das nicht alles so einfach war zeigt der Film auch.
Sein Bruder Jack, wollte Prediger werden, und niemand war John so wichtig wie er. Jack liebten alle. Seine freundliche Art, seine güte, er las liebendgern in der Bibel und Jonny wusste das auch er eine Entscheidung zu treffen hatte… und er traf sie, noch zu Kinderzeiten, eine Entscheidung die in seinem Leben noch sehr viel Auswirkung hatte…
Prediger wurde sein Bruder nicht. Er starb noch als Kind. Und John?
John verfiehl in seiner Laufbahn als Künstler in die Tablettensucht. Es war “in” unter manchen von seinen Freunden… “Hier nimm doch eine, du wirst dich nicht mehr müde fühlen, und schaffst das nächste Konzert auch…” Und wie gut er sich dadurch fühlte, er brauchte keinen Schlaf, das Gewissen machte ihn auch keine schwierigkeiten mehr und so verfiel er immer mehr in die Droge die er “Selbsttäuschung” nennt.
Seine Ehe geht in die Brüche, ebenso Autos die er im Rausch zu Schrott fährt, Gegenstände, Hotelzimmer die er randaliert… gezeichnet von der Sucht.
Seine Freunde, seine Familie, nein, sie glauben nicht mehr das er lange zu leben hat…
“Sony”, sagte ich, “ich weiß, daß du Christ bist und ich bin es auch. ich weiß dass ich für die Musik und für die Unterhaltungswelt bestimmt bin, aber wie kann man in diesem Geschäft ein Leben als Christ führen?”
Sonny dachte kurz nach. “John”, sagte er, ” ich mache es so. Ich bin einfach so, wie ich bin. Ich bin kein Künstler, der Christ wurde, sondern ich bin ein Christ, der Berufskünstler ist. An erster Stelle bin ich aber Christ.”
Später in der Unterhaltung sagte er noch:
“Vergiss nicht, daß das, was du bist und das Leben, das du führst, lauter singt, als irgendein Lied.”
“Ich danke dir für deinen Rat”, sagte ich. “Ich werde es beherzigen.”
“Und vergiss das Beten nicht!” fügte Sonny noch hinzu.
(Beginn seiner Karierre)
Freunde. Freunde, wahre Freunde die für ihn beten, eine davon ist June (später wird sie seine Frau). Mit ihrer ganzen Familie hilft sie ihm, aus der Sucht herauszukommen. Betet mit ihm. Vertreibt mit ihren Eltern “Freunde” die wieder erneut ihm etwas bringen wollen… halten mit ihm stand.
Tiefer Frieden zieht bei ihm ein. Wirkliche Freude am Leben. Er schreibt, er kniete am Bett nieder und er konnte gar nichts sagen…
Das Leben singt lauter wie jedes Lied. Jeder wusste um seine Sucht, aber jeder sah auch das Wunder und durfte hören was er selbst sagte:
“Nun, ihr Leute, ich habe eine Menge Lieder und Gospelsongs in dieser Show angesagt. Ich möchte nun besonders betonen, dass ich das auch wirklich empfinde, was ich im nächsten Lied vorgtragen werde. Ich bin ein Christ.
Ich habe schon immer gewußt, dass in unserer Welt zwei Mächte am Werk sind, die Macht des Rechts und die Macht des Unrechts. Die Macht des Guten und die Macht des Bösen. Ich möchte sie die Macht Gottes und die Macht Satans nennen. Gott hat in dieser Welt die größte Macht. Erst dann kommt Satan, und weil er nicht nachläßt, um einen Platz in meinem Leben zu kämpfen, möchte ich mit diesem Lied zum Ausdruck bringen, dass Gott der Sieger in meinem Leben ist. Ohne ihn wäre ich nichts. Ich habe gerade jetzt ein tiefes Verlangen nach dieser Macht Nummer eins.”
Gezeichnet. Umgekehrt. Gezeichnet mit Jesus Christus – trotz scheitern.
(Auschnitte aus dem Buch “Jonny Cash – Der Mann in Schwarz, eine schonungslose Selbstbiographie”)

Vorbei!? – positiv trotzen lernen…
Juni 30, 2009Vorbei.
Morgen beginne ich wieder zu arbeiten… 11 Monate gefüllte Zeit. Nicht das ich nicht gearbeitet hätte… …anders gearbeitet – vielleicht sogar härter als zu manch anderen Zeiten… Arbeit in mir. Fundamente festigen.
Herausfordernd. Trotzig trotzen lernen trotz allem, denn Hart war es dieses Jahr. Wahrscheinlich das härteste und schmerzhafteste…
Trotzen lernen – mehr denn je. Zwischen all den Tränen, all dem was war und kommt…
Die Weichstellung hatte ich schon früh gelegt: Mit 13 Jahren, als ich mir meinen Konfirmationsspruch heraussuchte… Schon damals: Trotz allem. Wie sehr er mich noch herausfordern sollte, wie oft noch… das wusste ich nicht…
“Ich will loben den Herrn allezeit, sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.” Ps. 34,2
Im Vertrauen dankbar allen negativen und unverständlichen Situationen und Ereignissen positiv trotzen lernen: “Trotzdem Herr! Trotzdem, danke ich dir!”
Erst vor kurzem Stand ich wieder auf einem Berg und sagte:
Egal was kommt, ich werde morgen wieder hier stehen und wir werden darüber reden, und ich werde dich loben!
Mein Aussegnungsvers aus der Bibelschule begann desahalb mit einem ABER:
“ABER das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott den Herrn, dass ich verkündige all dein Tun.”
(Ps. 73,28)
Vorbei?
Nein, ich glaube doch nicht… Es geht weiter… Anders weiter – mit arbeit halt

Du musst das Leben nicht verstehen…
Juni 26, 2009Kognitiv gesteuert wie ich bin, will ich immer eines: Verstehen.
Kann man mir etwas oder einen Zusammenhang gut erklären, dann sehe ich vieles ein, bin Rücksichtsvoll, habe Nachsicht und bin definitiv Barmherziger – auch mit mir selbst…
Bleiben Erklärungen aus, dann beginnt für mich eine Herausforderung anderen und mir selbst gegenüber: Vertrauen.
Vertrauen, dass dennoch alles unter einer guten Hand passiert, auch wenn ich es selbst nicht ändern kann.
Und mich selbst loszulassen und anzuvertrauen, ihm unterstellen, zuzulassen an mir und mit mir weiter den Weg zu gehen, auch wenn ich gerade noch nicht weiß wohin er mich führt, und dieser Weg mit Entbehrungen und auch Leid gepflastert sein mag, trotzallem meine Hand in seiner spüren… festhalten. Nichtloslassen.
Du musst das Leben nicht verstehen. Festhalten an ihm. Er versteht es. Ihm vertrauen. Ihn lieben. Ihm glauben, ihm vertrauen, dass er auch liebt. Er um alles weiß. Das große Ziel vor Augen hat…
Du musst das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.
Und lass dir jeden Tag geschehen
so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen
sich viele Blüten schenken lässt.
Sie aufzusammeln und zu sparen,
das kommt dem Kind nicht in den Sinn.
Es löst sie leise aus den Haaren,
drin sie so gern gefangen waren,
und hält den lieben jungen Jahren,
nach neuen seine Hände hin.
(aus: Frühe Gedichte, von Rainer-maria Rilke)

Ist es nicht schon genug, Gott?
Juni 23, 2009So weit wie möglich

Hier ein anderer Weg, um die zwei Seiten dieser Wahrheit zu zeigen. Auf der einen Seite dürfen wir uns nie einbilden, dass unsere eigenen schwachen Bemühungen dazu imstande wären, uns auch nur durch die nächsten vierundzwanzig Stunden als “anständige” Menschen durchzubringen. Wenn Gott uns nicht hilft, ist keiner von uns vor grober Sünde sicher. Andererseits hat keiner der großen Heiligen, von denen uns berichtet wird, je einen Grad der Heiligkeit oder Tapferkeit erreicht, den Gott schließlich nicht auch in uns hervorbringen will. Die Arbeit daran wird in diesem Leben nicht abgeschlosssen werden; dannoch möchte Gott bereits vor unserem Tod mit uns so weit kommen wie möglich.
Darum dürfen wir nicht überrascht sein, wenn wir auf dieser Erde viel leiden müssen. Wenn ein Mensch sich Christus zuwendet und scheinbar gute Fortschritte macht (in dem Sinne, dass einige seiner schlechten Angewohnheiten nun korrigiert werden), hat er oft das Empfinden, dass es nun auch so reibungslos weitergehen müsse. Bei den ersten Schwierigkeiten dann, Krankheit, Geldsorgen und neuen Versuchungen, ist er enttäuscht. Diese Dinge, so meinte er, waren vielleicht notwendig, um ihn in seinen schlechten alten Tagen aufzurütteln und zur Reue zu mahnen. Aber jetzt? Dabei will Gott ihn auf eine hörere Ebene führen, ihn weitertreiben, indem er ihn in Situationen bringt, in denen er viel mehr Mut, Geduld oder Liebe aufbringen muss, als er sich je hätte träumen lassen. Dies scheint uns ganz und gar unnötig. Aber wahrscheinlich nur, weil wir noch nicht die leiseste Ahnung davon haben, wie gewaltig das ist, was Gott aus uns machen will.
(aus Pardon, ich bin Christ von C.S.Lewis)

Platz genommen
Juni 6, 2009Ich höre die Einladung
an mich, sein leichtes anklopfen…
…doch nicht nur zwischen “Tür und Angel”, “Buch und Stift”, “Halb wach und halb schlafend” Zeit mit ihm zu verbringen…
Aufraffen. Hm. Ich winke müde ab. Jetzt mal nicht. “Geh alleine. Triff dich mit jemand anderem…” Halb höre ich zu.
Ja, ich weiß, ich weiß es ist gut. Ich weiß es ist wichtig. Für mich. Zuviel Unordnung in mir. Wir müssen mal wieder konzentriert reden. Länger am Stück…
Und schon zu lange sage ich ja auch das wir darüber und hierüber reden sollten. Nur wir zwei.
Nun lasse ich alles stehen.
Immer wieder ziehst du mich. Stunden mit dir. Immer wieder alles stehen und liegen lassen…
Tee, der gegenüber von dir genossen wird. Stille die wir teilen.
Zeit, zur Ordnung. Zeit, zu lachen. Zeit, wo ich dachte ich verliere sie, wird die Schönste… werden Stunden.
Gestärkt mit Kraft. Ausgeglichen. Ruhend… mit dir.
Du gehst nicht. Du bleibst. Hier.
Erneut werden wir aufbrechen. Immer wieder… Aufbrechen. Immer wieder.

Schawuot – Pfingsten
Mai 25, 200950 Tage nach Passah, nach Ostern, ist es soweit: Schawuot steht im jüdischen Festagskalender.
Wir nennen es Pfingsten.
Hier schließt sich nun das Paket des Heils… deswegen nennt man es auch “Schlussfest” und zugleich passiert aber etwas wunderschönes: Gott selbst macht die Tür ganz weit auf. Das Heil ist für alle Zugänglich, er selbst ist für alle Zugänglich.
Das Heil kommt beim Volk an…
Damals, nach ihrem Aufbruch aus Ägypten, nun am Berg Sinai…
Ja, Gott selbst wirbt hier um sein Volk. Er hat sich verliebt. Er will leben teilen mit ihnen. Gott hatte es erwartet…
Er hatte gewartet! Er liebte zuerst!
Pfingsten trägt darum auch den Festnamen: Fest der ersten Liebe.
So beginnt an Pfingsten auch die Weizenernte. Zwei Weizenbrote die aus den Erstlingen gebacken und mit Sauerteig versetzt wurden spielten eine wichtige Rolle:
Sie wurden vor Gott geschwungen und dadurch gesagt:
Gott, dass gehört jetzt dir. Der Sauerteig bleibt. Aber wir geben alles ab.
Ja, er erwartet eine Antwort von uns. Von seiner Braut.
Das Volk, am Sinai waren sich einig: “Ja”
Ja, zu einer Beziehung. Ja, mit ihm zu leben. Mit ihm zu reden. In seiner Gegenwarth.
Und sie bekommen die 10 Gebote. ein Bundesdokument. Die zehn Gebote sind nicht einfach nur zehn Gebote. Gott selbst verpflichtet sich damit. Es ist ein Ehevertrag den Gott vorlegt.
Verlobung. Das Volk wird in den Bund genommen. In den Bund für den sie sich entschieden haben…
Auch zeigt das Hochzeitsgeschenk, die zehn Gebote, wie der Bräutigam ist. Wie sein Wesen ist…
Und nun? Was hat das alles mit jetzt zu tun? Berg Sinai, längst vergangene Zeiten…?
“Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust und gebe euch ein Herz von Fleisch. Ich lege meinen Geist in euch und bewirke, dass ihr meinen Gesetzen folgt und auf meine Gebote achtet und sie erfüllt.“
(Hesekiel 36,26-27)
Sein Geist bringt uns das Wort, den Willen, Gottes zu Pfingsten.
Dankbar dürfen wir lernen auf seine Stimme zu hören, erleben was er tut, wie er an uns handelt und uns gestaltet. Verwandlung.
Verwandlung in uns.

Immer weiter laufen…
Mai 24, 2009Marathon in Würzburg. Erinnerungen an die Zeit wo man selber da lief und lief und lief… und sich dann irgendwann fragt:
Bin ich eigentlich bescheuert? Warum laufe ich eigentlich noch? Das ist doch verrückt!
Und zugleich: Weiter laufen, weiter laufen, weiter laufen… immer weiter.
und auch jetzt noch laufe ich. Aber anders. Ein anders Ziel, eine andere Berufung, aber ich laufe. Immer weiter. Ich will, ich werde nicht aufhören, weil es mich drängt, weil ER vor mir geht und ich Nachfolge. Weil ER, Sein GEIST es in mir bewirkt, dass ich weiter laufe…
Und so sage ich mit Paulus
:
„Nicht dass ich es schon 
erreicht hätte oder dass ich schon vollendet wäre. Aber ich strebe danach, es zu ergreifen, weil auch ich von Christus Jesus ergriffen worden bin. Brüder, ich bilde mir nicht ein, dass ich es schon ergriffen hätte. Eines aber tue ich: Ich vergesse, was hinter mir liegt, und strecke mich nach dem aus, was vor mir ist.
Das Ziel vor Augen, jage ich nach dem Siegespreis: der himmlischen Berufung, die Gott uns in Christus Jesus schenkt.“
(Philipper 3,12-14)
Ich habe es noch nicht erreicht, dass Ziel.
Wir, ER und Ich, wir, die wir gemeinsam unterwegs sind, sind es noch und so darf ich mich ausstrecken danach immer mehr verstehen zu lernen was mir in IHM geschenkt worden ist, mich umgestalten lassen, verstehen was es heißt, dass ER in mir lebt. Nicht mehr ich sondern du, Jesus. Nicht mehr aus meiner Kraft, sondern aus DEINER. Nicht mehr meine unvollkommene Liebe, sondern DEINE vollkommene Liebe und so laufe ich mit ihm weiter und weiter und weiter und weiter…
…und ich laufe diesen Lauf gerne! Verrückt, dieser Lauf?
Nein, für mich der einzig wahre und der mich Leben lässt, weil der dem ich folge, der vor mir geht, Jesus, selbst der Weg, die Wahrheit und das Leben ist!
Somit: Ich bin richtig unterwegs!

Der 22.05.2009
Mai 22, 2009Nicht nur wurde heute gefeiert, dass das Grundgesetz 60 Jahre alt geworden ist (obwohl es erst morgen Geburtstag hat…) und auch die entdeckung das der größte Mann der Welt nicht bei 2 Meter und 30 irgendwas liegt sonder bei 2 Meter 46. Er wurde heute in einem Chinesischen Krankenhaus gemessen und dies festgestellt allerdings muss er sich nur noch amtlich vermessen lassen um ins Guniss Buch der Rekorde zu kommen…
und nicht zu vergessen, dass meine Liebe Freundin heute geheiratet hat: Herzlichen Glückwunsch!
Der 22.05.09 ist somit wahrlich ein interessanter Tag!
Und das muss er auch sein: Denn mein Blog ist heute ein Jahr alt geworden!!!
1 Jahr geschriebenes, spontanes, nie aufgesetztes, aus Büchern abgetipptes, zum Nachdenken, Weiterdenken, zum Ausrichten auf IHN, gefüllt mit alltäglichen, mit leben, mit Bildern, Geschichten, wahren Begebenheiten, selbst erlebtes, verarbeitung, gedichtetes und mit euch geteiltes…
und nun?
schauen wir mal ob wir reifer werden…
Lieben Dank an dieser Stelle an all die Leser und freundlichen Kommentare, kritschen Stimmen, hinzugefügtes… Der Blog wäre nicht 1 Jahr geworden, wenn ihr nicht wärt!
Eure Anny
