Endlich mal ein Buch was meinem Traum von Beziehungen leben nahe kommt. Soviele haben zu mir gesagt: „Antje, das gibt es nicht!“ und dabei habe ich es immer wieder erfahren, in kleinen Lichtstrahlen, und merkte: Das war wirkliche Begegnung!
Das muss nicht die beste Freundin sein, dass ist manchmal ein Kind, ein Bekannter, der einen für einen Augenblick ganz wahrnimmt und wir fühlen uns „getroffen, wohl, heilend berührt, tief wahrgenommen“.
Connecting – Das Heilungspotential der Gemeinschaft von Lawrence J. Crabb ist ein Buch das sich damit auseinandersetzt.
Was sind die Grundelemente einer heilenden Gemeinschaft? Wie entsteht Gemeinschaft? Gemeinschaft eine Vision des Höchsten! und mit noch mehr Themen beschäftigt sich dieses Buch.
Crabb sagt:
„Nach mehr als 25 Jahren als Psychologe, die Hälfte davon in eigener Praxis, die andere als Lehrer, bin ich zu verschiedenen Schlußfolgerungen gekommen, die mich veranlaßt haben meinen Schwerpunkt meiner Arbeit zu verlagern.
Die Schlüsse sind nicht unbedingt neu, sie berühren nur irgendwie mehr den Kern der Sache.
- Hinter dem, was die Kultur als psychische Störung bezeichnet, verbirgt sich der Schrei der Seele nach etwas, was nur die Gemeinschaft geben kann. Da ist keine „Störung“, die eine „Therapie“ braucht. Und entgegen allem kompromisslosen Moralismus steckt mehr hinter unseren Kämpfen als nur ein widerspenstiger Wille, der einfach ermaht werden muß. Hinter allen Problemen verbirgt sich eine verwundete Seele, die braucht, was allein die Gemeinschaft ihr geben kann – oder sie muß sterben.
- ….Psychische Schäden sind nicht das Problem. Das eigentliche Problem ist unsere beziehungslose Seele…
- Was unsere moderne Gesellschaft am meisten braucht, sind Gemeinschaften, echte Gemeinschaften, wo Gott zu Hause ist, wo die Demütigen und Weisen lernen, denen, die ihnen folgen, den Weg zu zeigen, wo Menschen mit Problemen sich anderen anvertrauen können. „
Ich glaube jeder weiß wie wichtig Gemeinschaft ist. Ich glaube, jeder von uns weiß sie zu schätzen.
Letztendlich können nur 2 Tatsachen das Herz eines Menschen verändern: der Sündenfall und die Gnade, die Macht Gottes oder die Macht Satans.
Wir wissen das Gott unendlich stärker ist und gesiegt hat.
Somit kommt es dann zu heilender Gemeinschaft, wenn etwas von der Kraft Jesus in mir sich im anderen wiederspiegelt.
- der andere mir abspürt, dass ich mich an ihm freue, wie Jesus es tut;
- ich bewusst das Gute im Herzen des anderen suche, es ausspreche und seine Regungen erkenne die das Richtige tun wollen und ihn darin fördere und unterstütze -> eine Vision habe was der ander in und um Christi willen werden kann bzw. ist.
- WEISHEIT!: die Sünde und den Schmerz im Herzen sanft anspreche und aufdecke, mit dem Ziel ihn noch überzeugender Gottes Güte zu zeigen.
Ich höre vielen Menschen zu. Viel bitteren Menschen und viel Einsamkeit. Für viele ist die halbe Stunde Physiotherapie mit die wichtigste der Woche, vor allen bei alten Menschen.
Ich erlebe es aber nicht nur dort. Auch bei uns Christen, auch bei mir selber!, rennt die Zeit und Menschen werden nicht gehört die „Schreien“…
Ich möchte mich auf den Weg machen und Menschen in ihrer Ganzheit zu Begegnen. Ich hoffe du kommst mit!
„Ich meine, es sei an der Zeit, einmal näher zu untersuchen, was in unseren Beziehungen tatsächlich weitergegeben wird, und zu fragen, was wir zurückhalten. Es ist an der Zeit, den „Gottesdienst-“ oder den „Gemeindebesuch“ ganz neu zu definieren und die Kraft in den Mittelpunkt zu stellen, die Leben verändern kann und die Gott in jedes Glied der christlichen Gemeinschaft, die Christus seinen Leib nennt und wo Menschen jeweils mit ein paar wenigen anderen Begegnung pflegen.“
„Connecting geschieht da, wo das Leben Christus in mir das Leben Christus in einem anderen berührt.“