Archiv für Juni 2008

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nur verlegt.

Juni 28, 2008

Die kleine Seeschwalbe, der Taschenkrebs, das Meer, fliegen und doch nicht können…

eine Unterhaltung:

„Das Ungewönliche ist nur dann ungewöhnlich, wenn man es so betrachtet. Die Dinge sind nie so ungewöhnlich, wie sie uns vorkommen, wenn man sie zum erstenmal sieht“, sagte er.
„Das Ungewöhnliche ist in Wirklichkeit ein Geschenk mit einer Frage und einer Antwort, die in seinem Inneren verborgen liegt.“
Darüber dachte ich (die Seeschwalbe) ziemlich lange nach. Ich erwog es recht gründlich und stellte mir vor, wie solch eine Antwort ausschauen, was für eine Farbe sie haben könnte.

Der Krebs hörte sich alle meine Geschichten an und sagte dann zu mir: „Du wirst wieder fliegen.“
„Woher willst du das wissen?“ antwortete ich verwundert.
„Es wird so sein. Du hast die Fähigkeit zu fliegen nicht verloren, du hast sie nur verlegt.“
„Wie das?“ wollte ich wissen.
„Wenn man etwas verliert, dann bedeutet das, daß es vorbei und verloren ist. Etwas zu verlegen ist völlig anders. Das, was du verlegt hast, ist noch da und nicht weg. Es wiederzufinden heißt, auf Kleinigkeiten zu achten und das zu erkennen, was wirklich wichtig ist.“
„Zum Beispiel?“
„Wichtige Dinge. Es ist wichtig, das, was du gesammelt hast, zu sammeln.“
„Es ist wichtig, das, was ich gesammelt habe zu sammeln“, wiederholte ich und versuchte, seinem sehr verwirrenden Wortlaut zu folgen. Ich glaube, es ist von Taschenkrebsen zuviel verlangt, die Dinge einfach und klar zu erklären, vor allem wenn man bedenkt, wie sie seitlich zum Wasser stehen.

(ein Teil aus dem Buch: Die kleine Seeschwalbe)

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bitte ein Wunder…

Juni 26, 2008

Was erwarten wir denn?
Dass die Verwirrung zunimmt,
der Zweifel wächst,
die Angst triumphiert?

Was erwarten wir denn?
Dass die Versprechen halten,
die Lähmung abfällt,
die Hoffnung trägt?

Was können wir denn
überhaupt noch erwarten
in unserer Zeit,
wenn nicht ein Wunder?

Catarina Carsten

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fliegen

Juni 25, 2008

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Ist doch klar!

Juni 17, 2008

Nicht bei Demenz. Da ist nur noch, je nachdem in welchem Stadium, sehr wenig klar.

Bei meiner alten Dame auch. So kenne ich bestimmte Personen die ich noch nie gesehen habe, hole mit ihr Leute vom Zug ab, obwohl wir im Altersheim sitzen und höre ihr zu wen sie verpasst hat vom Zug neulich abzuholen und weshalb sie jetzt traurig ist, derjenige aber bestimmt nachher kommt (obwohl er wahrscheinlich längst verstorben ist).

Auf dem Nachtisch liegt ein Bibelwort, auf einen Zettel ausgedruckt, ich nehme es und lese es ihr vor:
„Weißt du es nicht, hörst du es nicht? Der Herr ist ein ewiger Gott, der die weite Erde erschuf. Er wird nicht müde und matt, unergründlich ist seine Einsicht. Er gibt dem Müden Kraft, dem Kraftlosen verleit er große Stärke. Die Jungen werden müde und matt, junge Männer stolpern und stürzen. Die aber, die dem Herrn vertrauen, schöpfen neue Kraft, sie bekommen Flügel wie Adler. Sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt.“ (Jesaja 40, 28,31)

Sie: „Ich wünschte Gott würde hereinkommen“

Ich (neugierig, was sie dann emfindet): „Und dann?“

Sie: „Das wäre schön. Wir wüssten schon was dann wäre.“

Ist doch klar, dachte ich als ich zurück zur Praxis lief: Wir wüssten schon was dann wäre… …und es wäre schön!

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…our hearts out to you

Juni 16, 2008

Einheit – dadurch, dass wir uns versammeln unter deinem Namen
Einheit – dadurch, dass du für uns gestorben bist
Einheit – dadurch, dass wir zu dir, der du uns eins machst, aufblicken

Mögen wir nicht aus unseren Blick verlieren wer uns so zusammengestellt hat
Mögen wir dich aus unseren Blick nicht verlieren der alles Möglich macht
Mögen wir dich aus unseren Blick nicht verlieren wo wir wissen, wir sind sicher

Gemeinsam – halten wir unsere Herzen zu dir
Gemeinsam – bitten wir um Vergebung und Heilung
Gemeinsam – bitten wir dich das du uns neu machst

Jesus, we hold our hearts out to you!

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Meine Mama hat immer gesagt…

Juni 10, 2008

…das Leben ist wie eine Pralinenschachtel, man weiß nie was man bekommt.

und immer wieder fällt mir ein was meine sagte:
„Das wirklich wichtige im Leben haben wir nicht in der Hand:
-unsere Arbeit (Geld)
-unsere Gesundheit
-und unsere Familie (Beziehung, Tot)“

und:

„Mach mal deine Augen zu dann weißt du was deins ist“ (wenn wir uns stritten um etwas)
-> Nichts, auf dieser Erde ist „meins“. Es ist alles nur für eine Zeit…

Letztendlich ist’s die Frage wem gehöre ich?, wem vertraue ich? Auf was baue ich?
Sicherheit? Macht? Ansehen? Leistung? Geld? Freunde? …
Auf was baue ich an erster Stelle? Wen rufe ich zuerst an? Gott? Vertrau ich ihm, dass er es wirklich gut mit mir meint?

Da ist es manchmal gut die Dinge aus der Hand genommen zu bekommen, wo wir doch denken, sie wären so furchtbar wichtig und neu fragen was ist der Grund auf dem ich alles aufbaue.
…gerade dann wenn „wichtige“ Dinge wegfallen, was bleibt dann?


…auch wenn es schmerzhaft ist und hart, aber wieder festen Boden zu bekommen und erkennen und spüren, dass er mich gut gemacht hat und mit mir weitergeht ist wohl die Chance der Neuorientierung und Aufzublicken zu einem Schöpfer, der unter (fester Fels), in einem, um einem und über einem ist!

Und als C.S.Lewis Fan schließe ich mit einem genialen Zitat (mögen wir das beherzigen und begreifen!):
„In Gott ist kein Hunger, der gestillt werden muss, nur Fülle, die schenken will.“

 

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Ach, du guter Charlie Brown…

Juni 9, 2008

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Connecting

Juni 7, 2008

Endlich mal ein Buch was meinem Traum von Beziehungen leben nahe kommt. Soviele haben zu mir gesagt: „Antje, das gibt es nicht!“ und dabei habe ich es immer wieder erfahren, in kleinen Lichtstrahlen, und merkte: Das war wirkliche Begegnung!
Das muss nicht die beste Freundin sein, dass ist manchmal ein Kind, ein Bekannter, der einen für einen Augenblick ganz wahrnimmt und wir fühlen uns „getroffen, wohl, heilend berührt, tief wahrgenommen“.

Connecting – Das Heilungspotential der Gemeinschaft von Lawrence J. Crabb ist ein Buch das sich damit auseinandersetzt.
Was sind die Grundelemente einer heilenden Gemeinschaft? Wie entsteht Gemeinschaft? Gemeinschaft eine Vision des Höchsten! und mit noch mehr Themen beschäftigt sich dieses Buch.

Crabb sagt:
„Nach mehr als 25 Jahren als Psychologe, die Hälfte davon in eigener Praxis, die andere als Lehrer, bin ich zu verschiedenen Schlußfolgerungen gekommen, die mich veranlaßt haben meinen Schwerpunkt meiner Arbeit zu verlagern.
Die Schlüsse sind nicht unbedingt neu, sie berühren nur irgendwie mehr den Kern der Sache.

- Hinter dem, was die Kultur als psychische Störung bezeichnet, verbirgt sich der Schrei der Seele nach etwas, was nur die Gemeinschaft geben kann. Da ist keine „Störung“, die eine „Therapie“ braucht. Und entgegen allem kompromisslosen Moralismus steckt mehr hinter unseren Kämpfen als nur ein widerspenstiger Wille, der einfach ermaht werden muß. Hinter allen Problemen verbirgt sich eine verwundete Seele, die braucht, was allein die Gemeinschaft ihr geben kann – oder sie muß sterben.

- ….Psychische Schäden sind nicht das Problem. Das eigentliche Problem ist unsere beziehungslose Seele…

- Was unsere moderne Gesellschaft am meisten braucht, sind Gemeinschaften, echte Gemeinschaften, wo Gott zu Hause ist, wo die Demütigen und Weisen lernen, denen, die ihnen folgen, den Weg zu zeigen, wo Menschen mit Problemen sich anderen anvertrauen können. „

Ich glaube jeder weiß wie wichtig Gemeinschaft ist. Ich glaube, jeder von uns weiß sie zu schätzen.
Letztendlich können nur 2 Tatsachen das Herz eines Menschen verändern: der Sündenfall und die Gnade, die Macht Gottes oder die Macht Satans.
Wir wissen das Gott unendlich stärker ist und gesiegt hat.
Somit kommt es dann zu heilender Gemeinschaft, wenn etwas von der Kraft Jesus in mir sich im anderen wiederspiegelt.
- der andere mir abspürt, dass ich mich an ihm freue, wie Jesus es tut;
- ich bewusst das Gute im Herzen des anderen suche, es ausspreche und seine Regungen erkenne die das Richtige tun wollen und ihn darin fördere und unterstütze -> eine Vision habe was der ander in und um Christi willen werden kann bzw. ist.
- WEISHEIT!: die Sünde und den Schmerz im Herzen sanft anspreche und aufdecke, mit dem Ziel ihn noch überzeugender Gottes Güte zu zeigen.

Ich höre vielen Menschen zu. Viel bitteren Menschen und viel Einsamkeit. Für viele ist die halbe Stunde Physiotherapie mit die wichtigste der Woche, vor allen bei alten Menschen.
Ich erlebe es aber nicht nur dort. Auch bei uns Christen, auch bei mir selber!, rennt die Zeit und Menschen werden nicht gehört die „Schreien“…
Ich möchte mich auf den Weg machen und Menschen in ihrer Ganzheit zu Begegnen. Ich hoffe du kommst mit!

„Ich meine, es sei an der Zeit, einmal näher zu untersuchen, was in unseren Beziehungen tatsächlich weitergegeben wird, und zu fragen, was wir zurückhalten. Es ist an der Zeit, den „Gottesdienst-“ oder den „Gemeindebesuch“ ganz neu zu definieren und die Kraft in den Mittelpunkt zu stellen, die Leben verändern kann und die Gott in jedes Glied der christlichen Gemeinschaft, die Christus seinen Leib nennt und wo Menschen jeweils mit ein paar wenigen anderen Begegnung pflegen.“

„Connecting geschieht da, wo das Leben Christus in mir das Leben Christus in einem anderen berührt.“ 

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Himmelsgucker

Juni 4, 2008

Oft stehe ich abends an meiner Balkontüre und schaue zum Himmel.

Manchmal voller Sehnsucht auf Antwort von Gott – Ich stehe nur da und schaue nach oben und denke und schaue.

Ich sehe die Sterne, wenn ich spazieren gehe und staune über die Vielzahl. Ehrfurcht, und ich mag die vielen Lichter am Himmel… …automatisch schaue ich immer wieder nach oben, immer wieder – Gott.

Die Blätter zu sehen wie der Wind sie schüttelt und ich innerlich lache und sage: „Gott, sie klatschen, die Blätter, die Bäume, sie klatschen dir zu!“

Dann steh ich manchmal wieder still an meiner Türe und schrei in die Nacht hinaus dem Himmel entgegen. Tränen. Und doch stehe ich da und weiß, daß er mich sieht und liebt.

Ich lehne gegen den Rahmen der offenen Türe wie schon öfter und las mich lieben von ihm.

Stoßgebete.
Für Sekunden nach oben geblickt.
Auf ihn gesehen. Bei ihm angekommen und anders gegangen…

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„Wie geht’s!?“

Juni 3, 2008

Ohne Menschen können wir nicht leben. Wir feiern, jubeln bei der WM/EM (hoffentlich!) und weinen gemeinsam wenn wir einen lieben Menschen verlieren. Wir tauschen uns aus „Wie geht’s?“, „Was machst du denn so?“ und je nach dem wie nahe wir uns stehen fahren wir auch über 100 km wenn es unserem Freund gerade schlecht geht.
Manche Kontakte sind oberflächig und man weiß nicht wie ernst gemeint das „wie geht’s?“ ist… …Standardformel, denken wir dann vielleicht in einen Moment, aber trotzdem nett das er nachfragt und wir erzählen über allgemeines: Beruf, Kinder, Kirche, Kegel.
Und dann gibt es da noch die anderen Freunde:
Sie kommen auch dann wenn du meinst es sei nicht nötig. Sie geben ihr letztes Hemd. Stehen auch dann noch zu dir, wenn du mal wieder total Mist gebaut hast. Sie bleiben. Auch über Kilometer Entfernung lassen sie von sich hören. Gesprächsstoff ist neben dem Allgemeinem Polyester noch aus:
Dem tieferen Befinden, teilen von Sorgen/Ängsten/Nöten/Freuden usw.

Ich habe gemerkt, dass ich neben meinem Beruf, meine Beziehung nicht mehr so pflegen kann wie ich will. Aber sie sind mir sehr wichtig. Somit habe ich eine Stelle gekündigt. Für mehr Zeit, Entlastung und Kraft.
Peinlich, wenn man das Geburtstagsgeschenk erst 4 Wochen danach abschickt (eine gute Freundin und das ist sie, nimmt das einem nicht übel, aber trotzdem…), wenn man dem besten Freund nicht mehr schafft zu schreiben und nun er selber begonnen hat zu arbeiten, Kinder mit denen man sich treffen will… …und eine alte Frau im Altersheim man schon seit 3 Monaten sagt, dass wir bald einen Kaffeetrinken gehen…

Sicherlich muss jeder überlegen wo er die Prioritäten setzt. Ich freu mich auf diese Zeit.
Eins steht jedenfalls fest:
Tiefe Freundschaften muss man pflegen und man wird sie dann nicht mehr los!
Auch wenn man sich dann nicht mehr sooft meldet.
(Gestern habe ich mit einem Freund telefoniert. Er wohnt inzwischen in England und ist verheiratet. Wir haben seit 3 Jahren nichts mehr von einander gehört, hatten aber eine sehr enge Freundschaft davor per Mail, österreicher, und gestern?: Nun werde ich höchstwahrscheinlich meinen Urlaub dort verbringen… …man wird sich nicht fremd.)
Andere Freundschaften gehen eher in oberflächlichere Beziehungen über und manche verlieren sich schließlich ganz.

Und jetzt?
Jetzt gehe ich mit einer sehr lieben wertvollen Freundin Kaffee trinken!!!