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Schawuot – Pfingsten

Mai 25, 2009

50 Tage nach Passah, nach Ostern, ist es soweit: Schawuot steht im jüdischen Festagskalender.
Wir nennen es Pfingsten.

Hier schließt sich nun  das Paket des Heils… deswegen nennt man es auch „Schlussfest“ und zugleich passiert aber etwas wunderschönes: Gott selbst macht die Tür ganz weit auf. Das Heil ist für alle Zugänglich, er selbst ist für alle Zugänglich.
Das Heil kommt beim Volk an…

Damals, nach ihrem Aufbruch aus Ägypten, nun am Berg Sinai…
Ja, Gott selbst wirbt hier um sein Volk. Er hat sich verliebt. Er will leben teilen mit ihnen. Gott hatte es erwartet…
Er hatte gewartet! Er liebte zuerst!

Pfingsten trägt darum auch den Festnamen: Fest der ersten Liebe.
So beginnt an Pfingsten auch die Weizenernte. Zwei Weizenbrote die aus den Erstlingen gebacken und mit Sauerteig versetzt wurden spielten eine wichtige Rolle:
Sie wurden vor Gott geschwungen und dadurch gesagt:
Gott, dass gehört jetzt dir. Der Sauerteig bleibt. Aber wir geben alles ab.
Ja, er erwartet eine Antwort von uns. Von seiner Braut.
Das Volk, am Sinai waren sich einig: „Ja“

Ja, zu einer Beziehung. Ja, mit ihm zu leben. Mit ihm zu reden. In seiner Gegenwarth.

Und sie bekommen die 10 Gebote. ein Bundesdokument. Die zehn Gebote sind nicht einfach nur zehn Gebote. Gott selbst verpflichtet sich damit. Es ist ein Ehevertrag den Gott vorlegt.
Verlobung. Das Volk wird in den Bund genommen. In den Bund für den sie sich entschieden haben…

Auch zeigt das Hochzeitsgeschenk, die zehn Gebote, wie der Bräutigam ist. Wie sein Wesen ist…

Und nun? Was hat das alles mit jetzt zu tun? Berg Sinai, längst vergangene Zeiten…?
Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust und gebe euch ein Herz von Fleisch. Ich lege meinen Geist in euch und bewirke, dass ihr meinen Gesetzen folgt und auf meine Gebote achtet und sie erfüllt.
(Hesekiel 36,26-27)

Sein Geist bringt uns das Wort, den Willen, Gottes zu Pfingsten.
Dankbar dürfen wir lernen auf seine Stimme zu hören, erleben was er tut, wie er an uns handelt und uns gestaltet. Verwandlung.
Verwandlung in uns.

3 Kommentare

  1. Hi Antje,
    der beste Kommentar, den ich bisher zu Pfingsten gelesen habe!


  2. Hi Antje, ich dachte ich erzähle dir mal, dass wir über dich „reden“. Dein Blog ist mir empfohlen worden … und stimmt … sehr schöne und bereichernde Gedanken hast du hier. Ich komme bestimmt wieder :-)
    Gruß Sabina


  3. Hallo Sabina!
    Das freut mich – bereicherd werde ich und gebe dies gerne weiter… dürfte ich wissen von welcher „Ecke“ du gehört hast von meinem Blog, denn ich glaube du bist auch so jemand besonderes ;-) der hier gelandet ist und ich nicht kenne… und das finde ich sehr sehr schön!
    Gottes Segen, Anny



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