Archiv für die Kategorie ‘Buch’

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Gezeichnet – Jonny Cash

Juli 6, 2009

„I walk the line“ hieß der Film der 2005 über unsere Kinoleinwände zog.
Jonny cash. Countrymusiker. Folk. Blues. Gospel. Und wirklich gelebt… Das nicht alles so einfach war zeigt der Film auch.
Sein Bruder Jack, wollte Prediger werden, und niemand war John so wichtig wie er. Jack liebten alle. Seine freundliche Art, seine güte, er las liebendgern in der Bibel und Jonny wusste das auch er eine Entscheidung zu treffen hatte… und er traf sie, noch zu Kinderzeiten, eine Entscheidung die in seinem Leben noch sehr viel Auswirkung hatte…
Prediger wurde sein Bruder nicht. Er starb noch als Kind. Und John?

John verfiehl in seiner Laufbahn als Künstler in die Tablettensucht. Es war „in“ unter manchen von seinen Freunden… „Hier nimm doch eine, du wirst dich nicht mehr müde fühlen, und schaffst das nächste Konzert auch…“ Und wie gut er sich dadurch fühlte, er brauchte keinen Schlaf, das Gewissen machte ihn auch keine schwierigkeiten mehr und so verfiel er immer mehr in die Droge die er „Selbsttäuschung“ nennt.
Seine Ehe geht in die Brüche, ebenso Autos die er im Rausch zu Schrott fährt, Gegenstände, Hotelzimmer die er randaliert… gezeichnet von der Sucht.
Seine Freunde, seine Familie, nein, sie glauben nicht mehr das er lange zu leben hat…

„Sony“, sagte ich, „ich weiß, daß du Christ bist und ich bin es auch. ich weiß dass ich für die Musik und für die Unterhaltungswelt bestimmt bin, aber wie kann man in diesem Geschäft ein Leben als Christ führen?“
Sonny dachte kurz nach. „John“, sagte er, “ ich mache es so. Ich bin einfach so, wie ich bin. Ich bin kein Künstler, der Christ wurde, sondern ich bin ein Christ, der Berufskünstler ist. An erster Stelle bin ich aber Christ.“
Später in der Unterhaltung sagte er noch:
„Vergiss nicht, daß das, was du bist und das Leben, das du führst, lauter singt, als irgendein Lied.“
„Ich danke dir für deinen Rat“, sagte ich. „Ich werde es beherzigen.“
„Und vergiss das Beten nicht!“ fügte Sonny noch hinzu.

(Beginn seiner Karierre)

Freunde. Freunde, wahre Freunde die für ihn beten, eine davon ist June (später wird sie seine Frau). Mit ihrer ganzen Familie hilft sie ihm, aus der Sucht herauszukommen. Betet mit ihm. Vertreibt mit ihren Eltern „Freunde“ die wieder erneut ihm etwas bringen wollen… halten mit ihm stand.

Tiefer Frieden zieht bei ihm ein. Wirkliche Freude am Leben. Er schreibt, er kniete am Bett nieder und er konnte gar nichts sagen…
Das Leben singt lauter wie jedes Lied. Jeder wusste um seine Sucht, aber jeder sah auch das Wunder und durfte hören was er selbst sagte:

„Nun, ihr Leute, ich habe eine Menge Lieder und Gospelsongs in dieser Show angesagt. Ich möchte nun besonders betonen, dass ich das auch wirklich empfinde, was ich im nächsten Lied vorgtragen werde. Ich bin ein Christ.
Ich habe schon immer gewußt, dass in unserer Welt zwei Mächte am Werk sind, die Macht des Rechts und die Macht des Unrechts. Die Macht des Guten und die Macht des Bösen. Ich möchte sie die Macht Gottes und die Macht Satans nennen. Gott hat in dieser Welt die größte Macht. Erst dann kommt Satan, und weil er nicht nachläßt, um einen Platz in meinem Leben zu kämpfen, möchte ich mit diesem Lied zum Ausdruck bringen, dass Gott der Sieger in meinem Leben ist. Ohne ihn wäre ich nichts. Ich habe gerade jetzt ein tiefes Verlangen nach dieser Macht Nummer eins.“

Gezeichnet. Umgekehrt. Gezeichnet mit Jesus Christus – trotz scheitern.

(Auschnitte aus dem Buch „Jonny Cash – Der Mann in Schwarz, eine schonungslose Selbstbiographie“)

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Ist es nicht schon genug, Gott?

Juni 23, 2009

So weit wie möglich
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Hier ein anderer Weg, um die zwei Seiten dieser Wahrheit zu zeigen. Auf der einen Seite dürfen wir uns nie einbilden, dass unsere eigenen schwachen Bemühungen dazu imstande wären, uns auch nur durch die nächsten vierundzwanzig Stunden als „anständige“ Menschen durchzubringen. Wenn Gott uns nicht hilft, ist keiner von uns vor grober Sünde sicher. Andererseits hat keiner der großen Heiligen, von denen uns berichtet wird, je einen Grad der Heiligkeit oder Tapferkeit erreicht, den Gott schließlich nicht auch in uns hervorbringen will. Die Arbeit daran wird in diesem Leben nicht abgeschlosssen werden; dannoch möchte Gott bereits vor unserem Tod mit uns so weit kommen wie möglich.
Darum dürfen wir nicht überrascht sein, wenn wir auf dieser Erde viel leiden müssen. Wenn ein Mensch sich Christus zuwendet und scheinbar gute Fortschritte macht (in dem Sinne, dass einige seiner schlechten Angewohnheiten nun korrigiert werden), hat er oft das Empfinden, dass es nun auch so reibungslos weitergehen müsse. Bei den ersten Schwierigkeiten dann, Krankheit, Geldsorgen und neuen Versuchungen, ist er enttäuscht. Diese Dinge, so meinte er, waren vielleicht notwendig, um ihn in seinen schlechten alten Tagen aufzurütteln und zur Reue zu mahnen. Aber jetzt? Dabei will Gott ihn auf eine hörere Ebene führen, ihn weitertreiben, indem er ihn in Situationen bringt, in denen er viel mehr Mut, Geduld oder Liebe aufbringen muss, als er sich je hätte träumen lassen. Dies scheint uns ganz und gar unnötig. Aber wahrscheinlich nur, weil wir noch nicht die leiseste Ahnung davon haben, wie gewaltig das ist, was Gott aus uns machen will.

(aus Pardon, ich bin Christ von C.S.Lewis)

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Auszug aus der Weltliteratur-Dostojewskij

Mai 13, 2009

(…)Will man die Welt neu gestalten, so müssen erst die Menschen selbst im Bereich des Seelischen einen anderen Weg einschlagen. Bevor wir nicht wirklich eines jeden Menschen Bruder geworden sind, kann es keine Brüderlichkeit geben. Ungeachtet aller Wissenschaft und aller Vorteile werden die Menschen sich nie gerecht in ihr Eigentum und ihre Rechte zu teilen wissen. Immer wird jeder unzufrieden sein, und immer werden sie murren, einander beneiden und sich gegenseitig ausrotten. Sie fragen, wann dieser Traum in Erfüllung gehen wird? Er wird in Erfüllung gehen, dorch erst muss die Periode der menschlichen Isolierung beendet sein. „
„Was meinen Sie damit?“ fragte ich ihn. – „Die Isolierung, die jetzt überall herrscht, besonders in unserem Jahrhundert“, antwortete er. „Sie ist noch nicht ganz vorüber, und ihre Frist ist noch nicht abgelaufen. Strebt doch heute jeder danach, sich möglichst abzusondern und die Fülle des Lebens in sich selbst auszukosten. Dabei ist das Ergebnis all seiner Bemühungen statt der Fülle des Lebens nur reiner Selbstmord, denn statt zu einer vollen Entfaltung seines Lebens zu gelangen, verfällt er in völlige Isolierung. Die Gesamtheit hat sich in unserem Zeitalter in einzelne aufgespaltet, jeder zieht sich in seine Höhle zurück, jeder entfernt sich vom anderen, verbirgt sich und das, was er besitzt, und endet damit, dass er die Menschen zurückstößt und die Menschen ihn zurückstoßen. Einsam sammelt er Reichtum an und denkt: Wie mächtig bin ich jetzt und wie gesichert – dabei weiß der Unbesonnene nicht einmal, dass er, je mehr er ansammelt, um so tiefer in selbstmörderische Ohnmacht versinkt. Denn er ist es gewohnt, sich nur auf sich selbst zu verlassen, und hat sich als einzelner vom Ganzen abgesondert, hat seine Seele daran gewöhnt, an menschliche Hilfe, an die Menschen und die Menschheit nicht zu glauben, und bangt nur darum, sein Geld und seine erworbenen Rechte zu verlieren. Der menschlieche Geist beginnt heutzutage allenthalben in lächerlicher Weise zu verkennen, dass die wahre Sicherheit des einzelnen nicht durch seine isolierten Bemühungen herbeigeführt wird, sondern nur durch die Solidarität der gesamten Menscheit gewährleistet werden kann. Doch auch diese furchtbare Isolierung wird bestimmt einmal ein Ende nehmen, und dann werden alle auf einmal begreifen, wie unnatürlich es war, sich voneinader abzursondern. Das wird der Geist der neuen Zeit sein, und die Menschen werden sich wundern, wie sie so lange hatten im Dunkeln sitzen können, ohne das Licht zu sehen. Dann wird auch das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen. .. Doch bis dahin muss das Zeichen trozt allem gehütet werden, und ab und zu muss, wenn es auch nur selten geschieht, ein Mensch mit gutem Beispiel vorangehen und die Seele aus der Isolierung heraus zur der selbstlosen Tat der brüderlichen Gemeinschaft führen, selbst wenn man ihn dann für einen heiligen Narren hielte. Das ist notwendig, damit der große Gedanke nicht sterbe…“
(Dostojewskij; Aus: Die Brüder Karamasow I)

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Versteckte Heuchelei

April 25, 2009

Was tun wir nicht alles… um ja, um unsere Masken nicht fallen lassen zu müssen. „Es ist doch normal.“, „Das macht doch jeder…“, „Wir wollen doch mitgehen…“, „Spielverderber? Nein, danke.“ Legaliesierung. uns selbst etwas vormachen – letztendlich allein damit bleiben, einsam in sich selbst… schlechtes gut reden wollen…

Oder gar nichts sagen, kämpfend mit immer den selben schwierigkeiten… einsam in sich selbst…

Vergebung?
Ehrlichkeit. Nichts gut reden. Eingestehen. Vergebung empfangen.
Zugesprochen bekommen: Es ist dir Vergeben, er, Jesus, hat bezahlt!

Warum machen wir es uns so schwer???
Lieber die krummen Wege, als der der gerade Weg der zum Kreuz führt?
Als der der mich mit den Bruder unter das Kreuz bringt und wenn ich es selber nicht glauben kann er mir zuspricht: Er hat dir Vergeben!…?

„Wer mit seinem Bösen allein bleibt, der bleibt ganz allein. Es kann sein, dass Christen trotz gemeinsamer Andacht, gemeinsamen Gebetes, troz aller Gemeinschaft im Dienst allein gelassen bleiben, dass der letzte Durchbruch zur Gemeinschaftnicht erfolgt, weil sie zwar als Gläubige, als Fromme Gemeinschaft miteinander haben, aber nicht als die Unfrommen, als die Sünder. Die fromme Gemeinschaft erlaubt es ja keinem, Sünder zu sein. Darum muss jeder seine Sünde vor sich selbst und vor der Gemeinschaft verbergen. Unausdenbar das Entsetzen vieler Christen, wenn auf einmal ein wirklicher Sünder unter die Frommen geraten wäre. Darum bleiben wir mit unserer Sünde allein, in der Lüge und der Heuchelei; denn wir sind nun einmal Sünder“
(Bonhoeffer, Gemeinsames Leben)

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Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar

November 30, 2008

„Zähmen, das ist eine in Vergessenheit geratene Sache“, sagte der Fuchs. „Es bedeutet, sich `vertraut machen`.“
„Vertraut machen?“
„Gewiss“, sagte der Fuchs. „Noch bist du für mich nichts als ein kleiner Junge, der hunderttausend kleinen Jungen völlig gleicht. Ich brauche dich nicht, und du brauchst mich ebenso wenig. Ich bin für dich nur ein Fuchs, der hunderttausend Füchsen gleicht. Aber wenn du mich zähmst, werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzig sein in der Welt. Ich werde für dich einzig sein in der Welt…“
„Bitte…zähme mich!“ sagte er.
„Ich möchte wohl“, antwortete der kleine Prinz, „aber ich habe nicht viel Zeit. Ich muss Freunde finden und viele Dinge kennenlernen.“
„Man kennt nur die Dinge, die man zähmt“, sagte der Fuchs. „Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgendetwas kennenzulernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften. Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund willst, so zähme mich!“
„Was muss ich da tun?“ fragte der kleine Prinz.
„Du musst sehr geduldig sein“, antwortete der Fuchs.
 Letztendlich verrät der Fuchs ihm sein Geheimnis. Er sagt:
„Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
„Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“, wiederholte der kleine Prinz, um es sich zu merken.
„Die Menschen habe diese Wahrheit vergessen“, sagte der Fuchs. „Aber du darfst sie nicht vergessen.“

 

Dies ist ein kleiner Auszug, aus dem Buch: „Der kleine Prinz“ den ich für einen Input für die 5. und 7. Klasse katholischer Religionsunterricht als Ausgangspunkt wählte. Schon spannend einen katholischen Reliunterricht gestalten zu dürfen. Unser Team (7 Leute) wählten das Thema „Freundschaft“ und wir stiegen mit „Marmor, Stein und Eisen bricht“ in dieses Thema ein.
Was bedeutet Freundschaft? An was mach ich sie fest? An Äußerem? An Mit-dem-Strom-schwimmen? Kannst du mit halten?
Der kleine Prinz begleitete uns durch diese Fragen und dann durch die 2 Schwerpunkte: Gott interessiert sich für dich, du bist ihm wichtig – es liegt an dir, die Einladung zu einer Freundschaft mit diesem großen Gott anzunehmen, der mit dir auch Geheimnisse teilen möchte…
…denn:
„Der Mensch sieht was vor Augen ist, der Herr aber sieht das Herz an“.

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Zum Gedenken an C.S. Lewis

November 22, 2008

Dann wandte sich Aslan den anderen zu und sprach:
„Ihr seht noch nicht so glücklich aus, wie ich euch haben möchte.“
Lucy erwiderte: „Wir haben solche Angst, dass wir wieder wegmüssen. Du hast uns doch schon so oft in unsere eigene Welt zurückgeschickt.“
„Keine Angst“, beruhigte sie Aslan. „Ahnt ihr denn nichts? …ihr seid – wie ihr es in eurem Schattenreich gewöhnlich nennt – tot. Die Schule ist aus, die Ferien haben begonnen. Der Traum ist zu Ende, der Morgen ist da.“
Und während er noch sprach, sah er für sie nicht mehr wie ein Löwe aus. Aber was sich danach ereignete, war so groß und schön, dass man es nicht beschreiben kann. Hier endet für uns die Geschichte, und wir können nur noch sagen – dass sie seither alle glücklich und in Freuden lebten. Denn für sie war es der Anfang der wahren Geschichte. Ihr ganzes Leben in dieser irdischen Welt und alle ihre Abenteuer in Narnia waren nur der Einband und das Titelblatt gewesen. Nun erst begannen sie das erste Kapitel der großen Geschichte, die noch keiner auf Erden gelesen hat, die ewig weitergeht und in der jedes Kapitel besser ist als das vorangegangene.           
                                         
(Der Kampf um Narnia)

C.S. Lewis (geboren am 29.11.1898), der bekannte Professor für englische Literatur und Autor zahlreicher Bücher („Über den Schmerz“, „Überrascht von Freude“, „Dienstanweisungen an einen Unterteufel“, „Ich erlaube mir zu denken“, „Pardon, ich bin Christ“, usw.), wie auch die bekannten und vielgelesenen Chroniken von Narnia, verstarb am 22.11.1963.
Vom Atheismus geprägt findet er nach einem langen geistlichen Ringen schließlich 1931 zum lebendigen glauben zu Christus.
Es war für ihn mehr, „wie wenn ein Mensch, der nach langem Schlaf noch regungslos im Bett liegt, merkt, dass er wach ist…“.
Später sagt er in seinem Buch „Du fragst mich, wie ich bete“:
„Die Gegenwart Gottes können wir zwar missachten, ihr aber nirgends entgehen. Überall wandert er incognito. Und sein incognito ist nicht immer schwer zu lüften. Wirklich Mühe kostet es eigentlich nur, daran zu denken, aufzumerken. Ja, aufzuwachen…“

Er sprach aus der Erfahrung selbst aufgewacht zu sein…
Am 22.11.1963 hat C.S. Lewis nur den Einband seiner Geschichte hier beendet. Seine Fortsetzung darf er bei dem fortführen den er hier auf der Erde kennengelernt hat und von den er sich hat lieben lassen… …und ich bin mir sicher, das jedes Kapitel dort unseren Begriff des Bestsellers weit übertrumpft!

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Gott, bitte, einmal draußen bleiben!

Juli 29, 2008
Jeder hat schon bemerkt, wie schwer es ist, unsere Gedanken auf Gott zu richten, wenn es uns rundherum gut geht.
„Wir haben alles, was wir brauchen“: ein schrecklicher Ausspruch, wenn „alles“ Gott nicht einschließt. Wir empfinden Gott als Störung. Augustinus sagte : „Gott möchte uns etwas geben, aber Er kann es nicht, weil wir unsere Hände voll haben – Er weiß nicht, wohin damit.“
Einer meiner Freunde sagte: „Wir betrachten Gott wie ein Flieger seinen Fallschirm; der Fallschirm ist da für den Notfall, aber er hofft, er wird ihn nie brauchen.“

Lästiger Fallschirm dabei? Unötiges Gepäck, aber man schleppt ihn halt mit, sicher ist sicher? Gott kommt durch die Türe und „oh nein, Gott, kannst du nicht einmal draußen bleiben?“, „Stör nicht!“, „Nerv nicht!“ – und es bleibt ruhig. Aber eigentlich hat er nicht „genervt“, eigentlich vermisst man das liebevolle gentelman Klopfen und auf einmal klappt das Leben zusammen…

…zum Glück hat Gott uns einiges (ähm alles!) an Demut voraus! Selbst wenn wir alles andere machen, was wir als „schöner“, „besser“, „toller“ empfinden als ihn und ihn vor unserer Türe im Regen stehen lassen oder mit hinein nehmen, aber ihn in die Ecke verweißen, dann würde er dennoch nicht aufhören uns zu lieben und uns anzunehmen – und wer tröstet Gott? Wer hält ihm den Regenschirm wenn er vor unserer Tür steht und isst mit ihm eine Schokolade?

 
Das nenne ich eine göttliche Demut – weil es eine armselige Sache ist, uns Gott zu ergeben, wenn das Schiff schon unter uns sinkt; eine aremselige Sache, zu ihm zu kommen wie zu einer letzten Zuflucht, „unser Eigen“ anzubieten, wenn es sich ohnehin nicht mehr lohnt, es zu behalten. Wäre Gott stoz, dann würde Er uns kaum unter solchen Bedingungen aufnehmen. Aber er ist nicht stolz. Er beugt sich nieder, um uns zu erobern; er nimmt uns auf, obwohl wir gezeigt haben, dass wir alles andere sonst Ihm vorziehen und nur zu ihm kommmen, weil jetzt „nichts besseres“ mehr zu haben ist.

Sicherlich bringen wir ihm die Sonne, dass Lachen, die Freude sobald wir in seinen Armen sind – dort wo wir hingehören – egal wie armselig wir kommen und wie lange er gewartet hat.
Alles Warten, alle Traurigkeit über unser Wegsein, geht dann auf in dem Funken der Liebe über unser dasein – da bin ich mir sicher!

 (Zitate aus „Über den Schmerz“ von C.S.Lewis) 

 

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Bilden wir uns doch nichts ein!

Juli 24, 2008

„Selbst wenn wir jeden Augenblick unseres Lebens ausschließlich Gott weihen würden,
könnten wir ihm letzten Endes nur geben,
was bereits sein Eigentum ist.“                                                                     C.S.Lewis

Also: Bilden wir uns doch nichts ein, auf das was wir tun, leisten, geben, bringen, reden, sind…
Wie war das mit dem Weinstock und den Reben? „Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“ (Joh. 15, 5)

Ich glaube, demut ist das richtige Wort.
Vielleicht bedeutet das: Bitte einmal hinten anstellen! (Matth. 18,1-5)
Vielleicht bedeutet das: Bitte einmal Herz austauschen…
Vielleicht bedeutet das: Bitte einmal, nein, oft! umdenken!!!
Vielleicht bedeutet das: Buße.

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Greifst du zum Spaten oder zu den Karten?

Juli 19, 2008

In der letzten Zeit habe ich immer wieder die Bergpredigt (eine „Rede“ Jesu an die, die ihm nachfolgen) gelesen…
Herausfordernd, Alltagsrelevant, nur zu deutlich, und doch „Spaten oder Karten“?

Auszüge (aus Lukas 6):

27 Liebt eure Feinde; tut dennen Gutes, die euch hassen. Segnet die die euch verfluchen; betet für die, die euch mißhandeln.“

37 Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden. Erlaßt einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden.“

38 Gebt, dann wird auch euch gegeben werden. In reichem vollem überfließendem Maß wird man euch beschenken; denn mit dem Maß mit dem ihr meßt und zuteilt, wird auch euch zugeteilt werden.“

41 Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht? Wie kannst du sagen: Bruder ich zieh dir den Spliter aus deinem Auge, während du den Balken in deinem eigenen Auge nicht siehst? Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; dann kannst du versuchen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.“

Spaten oder ein paar Karten?
Jesus zeigt am Schluß, wem ein Mensch gleicht der seine Worte hört und tut: Er ist ein Mensch der „48 ein Haus baute und dabei die Erde tief aushob und das Fundament auf einen Felsen stellte.“
Wer nur hört, aber nicht handelt, gleicht einen Mensch der „49 ein Haus ohne Fundament auf die Erde stellte
In beiden Fällen kommt ein Hochwasser. Welches Haus stehen bleibt ist wohl klar.
Spaten oder Karten?

Ich darf mich entscheiden. Als Kinder haben wir oft zum Spaten gegriffen und sind zum Feld marschiert. Dann haben wir gegraben und gegraben bis wir zum Grundwasser kamen. Nur das war unser Ziehl. Wir sahen aus wie Schweine, hatten blaßen, schwitzten…

Karten: Schön, so ein Kartenhaus aus Bierdeckeln, du baust so vor dich hin… auch davon habe ich unzählige gebaut… …und wehe, einer hat mit dem Tisch gewackelt… …eingestürzt. Aber bequem das zu tun, in der trocknen Kneipe wo kein Wind pfeift…

Und jetzt?
Spaten oder Karten?
Dem Hochwasser standhalten oder Kartensalat?

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Blickwechsel

Juli 18, 2008

17 Das ruhige Leben hat er mir genommen; ich weiß nicht mehr was Glück bedeutet. 18 Ich habe keine Zukunft mehr, vom Herrn ist nichts mehr zu erhoffen! 19 An all dieses rastlose Elend zu denken, ist Gift für mich und macht mich bitter .

21 Ich will mich an etwas anderes erinnern, damit meine Hoffnung wiederkommt:
22 Durch Gottes Güte sind wir noch am Leben, denn seine Liebe hört niemals auf; 23 jeden Morgen ist sie neu wieder da, und seine Treue ist unfaßbar groß.
24 Ich sage: Du bist mein Ein und Alles; darum setze ich meine Hoffung auf ihn.

37 Wer sonst spricht ein Wort und es geschieht? Geschieht nicht alles auf seinen Befehl? 38 Wenn Glück oder Unglück über uns kommt, hat nicht der Höchste es angeordnet? 39 Mit welchem Recht will sich der Mensch beklagen, wenn er noch lebt, obwohl er schuldig ist?

40 Lasst uns unser Leben überprüfen und wieder zurückkehren zu dem Herrn!
41 Lasst uns die Hände zum Himmel strecken und Herz und Sinn zu Gott hinwenden!

(Die Bibel; Klagelieder, Verse aus Kapitel 3)