„I walk the line“ hieß der Film der 2005 über unsere Kinoleinwände zog.
Jonny cash. Countrymusiker. Folk. Blues. Gospel. Und wirklich gelebt… Das nicht alles so einfach war zeigt der Film auch.
Sein Bruder Jack, wollte Prediger werden, und niemand war John so wichtig wie er. Jack liebten alle. Seine freundliche Art, seine güte, er las liebendgern in der Bibel und Jonny wusste das auch er eine Entscheidung zu treffen hatte… und er traf sie, noch zu Kinderzeiten, eine Entscheidung die in seinem Leben noch sehr viel Auswirkung hatte…
Prediger wurde sein Bruder nicht. Er starb noch als Kind. Und John?
John verfiehl in seiner Laufbahn als Künstler in die Tablettensucht. Es war „in“ unter manchen von seinen Freunden… „Hier nimm doch eine, du wirst dich nicht mehr müde fühlen, und schaffst das nächste Konzert auch…“ Und wie gut er sich dadurch fühlte, er brauchte keinen Schlaf, das Gewissen machte ihn auch keine schwierigkeiten mehr und so verfiel er immer mehr in die Droge die er „Selbsttäuschung“ nennt.
Seine Ehe geht in die Brüche, ebenso Autos die er im Rausch zu Schrott fährt, Gegenstände, Hotelzimmer die er randaliert… gezeichnet von der Sucht.
Seine Freunde, seine Familie, nein, sie glauben nicht mehr das er lange zu leben hat…
„Sony“, sagte ich, „ich weiß, daß du Christ bist und ich bin es auch. ich weiß dass ich für die Musik und für die Unterhaltungswelt bestimmt bin, aber wie kann man in diesem Geschäft ein Leben als Christ führen?“
Sonny dachte kurz nach. „John“, sagte er, “ ich mache es so. Ich bin einfach so, wie ich bin. Ich bin kein Künstler, der Christ wurde, sondern ich bin ein Christ, der Berufskünstler ist. An erster Stelle bin ich aber Christ.“
Später in der Unterhaltung sagte er noch:
„Vergiss nicht, daß das, was du bist und das Leben, das du führst, lauter singt, als irgendein Lied.“
„Ich danke dir für deinen Rat“, sagte ich. „Ich werde es beherzigen.“
„Und vergiss das Beten nicht!“ fügte Sonny noch hinzu.
(Beginn seiner Karierre)
Freunde. Freunde, wahre Freunde die für ihn beten, eine davon ist June (später wird sie seine Frau). Mit ihrer ganzen Familie hilft sie ihm, aus der Sucht herauszukommen. Betet mit ihm. Vertreibt mit ihren Eltern „Freunde“ die wieder erneut ihm etwas bringen wollen… halten mit ihm stand.
Tiefer Frieden zieht bei ihm ein. Wirkliche Freude am Leben. Er schreibt, er kniete am Bett nieder und er konnte gar nichts sagen…
Das Leben singt lauter wie jedes Lied. Jeder wusste um seine Sucht, aber jeder sah auch das Wunder und durfte hören was er selbst sagte:
„Nun, ihr Leute, ich habe eine Menge Lieder und Gospelsongs in dieser Show angesagt. Ich möchte nun besonders betonen, dass ich das auch wirklich empfinde, was ich im nächsten Lied vorgtragen werde. Ich bin ein Christ.
Ich habe schon immer gewußt, dass in unserer Welt zwei Mächte am Werk sind, die Macht des Rechts und die Macht des Unrechts. Die Macht des Guten und die Macht des Bösen. Ich möchte sie die Macht Gottes und die Macht Satans nennen. Gott hat in dieser Welt die größte Macht. Erst dann kommt Satan, und weil er nicht nachläßt, um einen Platz in meinem Leben zu kämpfen, möchte ich mit diesem Lied zum Ausdruck bringen, dass Gott der Sieger in meinem Leben ist. Ohne ihn wäre ich nichts. Ich habe gerade jetzt ein tiefes Verlangen nach dieser Macht Nummer eins.“
Gezeichnet. Umgekehrt. Gezeichnet mit Jesus Christus – trotz scheitern.
(Auschnitte aus dem Buch „Jonny Cash – Der Mann in Schwarz, eine schonungslose Selbstbiographie“)






