Archiv für die Kategorie ‘Gemeinschaft’

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Leiter, Visionär, Pionier

November 3, 2009

Danke, dass es euch gibt! denn:

Wo kämen wir hin,
wenn alle sagten, wo kämen wir hin,
und keiner ginge, um zu sehen,
wohin wir kämen, wenn wir gingen?
(Kurt Marti)

Spinnwebetür

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Geteilte Welt

September 10, 2009

Was wäre das Leben ohne sie? Was wäre mein Leben ohne sie?
So unterschiedlich wie sie sind… „lauter Orginale“ pflege ich zu sagen.
Ich mag ihre „andere“ Welt, die doch auch etwas meine Welt ist…

Manche Leute „nerven“ sie nur – mich bringen sie auch manchmal auf die Palme, dass wissen sie, aber ich bringe so manche Leute auch an den Rand… - das weiß ich auch…
Manche Leute finden sie „anstößig“ durch ihr aussehen, verhalten… – manches ist nicht immer einfach…
Grenzen. unsichtbare Zäune, Straßenseiten die man wechselt, Augen mit dem man einen nicht anschaut… ist das nicht auch „anstößig“?
Manche Leute finden sie „anstrengend“ – körperlich. psychisch. belastend. Find ich auch – mich eingeschlossen – kein Grund, sie nur mit soetwas zu betiteln…

Und manche Menschen, mögen sie, lieben sie, freuen sich mit ihnen, lachen, lassen sich von ihrer Welt beschenken die so wertvoll ist… anders tickt… …sehen das was reich beschenkt sie gerne austeilen…
…ihr meine lieben Patienten mit euren unterschiedlichen geistigen und körperlichen  Behinderungen – ihr seid ein Plus für diese Welt - für meine Welt!

Immerhin wer wird schon von einem 45 jährigen mit vollem ernst auf 54 geschätzt???
Und ich dachte immer ich schaue meinem Alter entsprechend aus… weit gefehlt!… – deswegen hab ich auch einen Heiratsantrag bekommen und bin seine „Beste“ ;-)
#Trisomie21#

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Platz genommen

Juni 6, 2009

Ich höre die EinladungDSC_5830 an mich, sein leichtes anklopfen…
…doch nicht nur zwischen „Tür und Angel“, „Buch und Stift“, „Halb wach und halb schlafend“ Zeit mit ihm zu verbringen…

Aufraffen. Hm. Ich winke müde ab. Jetzt mal nicht. „Geh alleine. Triff dich mit jemand anderem…“ Halb höre ich zu.
Ja, ich weiß, ich weiß es ist gut. Ich weiß es ist wichtig. Für mich. Zuviel Unordnung in mir. Wir müssen mal wieder konzentriert reden. Länger am Stück…
Und schon zu lange sage ich ja auch das wir darüber und hierüber reden sollten. Nur wir zwei.

Nun lasse ich alles stehen.
Immer wieder ziehst du mich. Stunden mit dir. Immer wieder alles stehen und liegen lassen…
Tee, der gegenüber von dir genossen wird. Stille die wir teilen.
Zeit, zur Ordnung. Zeit, zu lachen. Zeit, wo ich dachte ich verliere sie, wird die Schönste… werden Stunden.
Gestärkt mit Kraft. Ausgeglichen. Ruhend… mit dir.
Du gehst nicht. Du bleibst. Hier.
Erneut werden wir aufbrechen. Immer wieder… Aufbrechen. Immer wieder.

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Schawuot – Pfingsten

Mai 25, 2009

50 Tage nach Passah, nach Ostern, ist es soweit: Schawuot steht im jüdischen Festagskalender.
Wir nennen es Pfingsten.

Hier schließt sich nun  das Paket des Heils… deswegen nennt man es auch „Schlussfest“ und zugleich passiert aber etwas wunderschönes: Gott selbst macht die Tür ganz weit auf. Das Heil ist für alle Zugänglich, er selbst ist für alle Zugänglich.
Das Heil kommt beim Volk an…

Damals, nach ihrem Aufbruch aus Ägypten, nun am Berg Sinai…
Ja, Gott selbst wirbt hier um sein Volk. Er hat sich verliebt. Er will leben teilen mit ihnen. Gott hatte es erwartet…
Er hatte gewartet! Er liebte zuerst!

Pfingsten trägt darum auch den Festnamen: Fest der ersten Liebe.
So beginnt an Pfingsten auch die Weizenernte. Zwei Weizenbrote die aus den Erstlingen gebacken und mit Sauerteig versetzt wurden spielten eine wichtige Rolle:
Sie wurden vor Gott geschwungen und dadurch gesagt:
Gott, dass gehört jetzt dir. Der Sauerteig bleibt. Aber wir geben alles ab.
Ja, er erwartet eine Antwort von uns. Von seiner Braut.
Das Volk, am Sinai waren sich einig: „Ja“

Ja, zu einer Beziehung. Ja, mit ihm zu leben. Mit ihm zu reden. In seiner Gegenwarth.

Und sie bekommen die 10 Gebote. ein Bundesdokument. Die zehn Gebote sind nicht einfach nur zehn Gebote. Gott selbst verpflichtet sich damit. Es ist ein Ehevertrag den Gott vorlegt.
Verlobung. Das Volk wird in den Bund genommen. In den Bund für den sie sich entschieden haben…

Auch zeigt das Hochzeitsgeschenk, die zehn Gebote, wie der Bräutigam ist. Wie sein Wesen ist…

Und nun? Was hat das alles mit jetzt zu tun? Berg Sinai, längst vergangene Zeiten…?
Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust und gebe euch ein Herz von Fleisch. Ich lege meinen Geist in euch und bewirke, dass ihr meinen Gesetzen folgt und auf meine Gebote achtet und sie erfüllt.
(Hesekiel 36,26-27)

Sein Geist bringt uns das Wort, den Willen, Gottes zu Pfingsten.
Dankbar dürfen wir lernen auf seine Stimme zu hören, erleben was er tut, wie er an uns handelt und uns gestaltet. Verwandlung.
Verwandlung in uns.

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Immer weiter laufen…

Mai 24, 2009

Marathon in Würzburg. Erinnerungen an die Zeit wo man selber da lief und lief und lief… und sich dann irgendwann fragt:
Bin ich eigentlich bescheuert? Warum laufe ich eigentlich noch? Das ist doch verrückt!
Und zugleich: Weiter laufen, weiter laufen, weiter laufen… immer weiter.

und auch jetzt noch laufe ich. Aber anders. Ein anders Ziel, eine andere Berufung, aber ich laufe. Immer weiter. Ich will, ich werde nicht aufhören, weil es mich drängt, weil ER vor mir geht und ich Nachfolge. Weil ER, Sein GEIST es in mir bewirkt, dass ich weiter laufe…
Und  so sage ich mit Paulus:

„Nicht dass ich es schon DSC_5799
erreicht hätte oder dass ich schon vollendet wäre. Aber ich strebe danach, es zu ergreifen, weil auch ich von Christus Jesus ergriffen worden bin. Brüder, ich bilde mir nicht ein, dass ich es schon ergriffen hätte. Eines aber tue ich: Ich vergesse, was hinter mir liegt, und strecke mich nach dem aus, was vor mir ist.
Das Ziel vor Augen, jage ich nach dem Siegespreis: der himmlischen Berufung, die Gott uns in Christus Jesus schenkt.“
(Philipper 3,12-14)

Ich habe es noch nicht erreicht, dass Ziel.
Wir, ER und Ich, wir, die wir gemeinsam unterwegs sind, sind es noch und so darf ich mich ausstrecken danach immer mehr verstehen zu lernen was mir in IHM geschenkt worden ist, mich umgestalten lassen, verstehen was es heißt, dass ER in mir lebt. Nicht mehr ich sondern du, Jesus. Nicht mehr aus meiner Kraft, sondern aus DEINER. Nicht mehr meine unvollkommene Liebe, sondern DEINE vollkommene Liebe und so laufe ich mit ihm weiter und weiter und weiter und weiter…
…und ich laufe diesen Lauf gerne! Verrückt, dieser Lauf?
Nein, für mich der einzig wahre und der mich Leben lässt, weil der dem ich folge, der vor mir geht, Jesus, selbst der Weg, die Wahrheit und das Leben ist!
Somit: Ich bin richtig unterwegs!

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Auszug aus der Weltliteratur-Dostojewskij

Mai 13, 2009

(…)Will man die Welt neu gestalten, so müssen erst die Menschen selbst im Bereich des Seelischen einen anderen Weg einschlagen. Bevor wir nicht wirklich eines jeden Menschen Bruder geworden sind, kann es keine Brüderlichkeit geben. Ungeachtet aller Wissenschaft und aller Vorteile werden die Menschen sich nie gerecht in ihr Eigentum und ihre Rechte zu teilen wissen. Immer wird jeder unzufrieden sein, und immer werden sie murren, einander beneiden und sich gegenseitig ausrotten. Sie fragen, wann dieser Traum in Erfüllung gehen wird? Er wird in Erfüllung gehen, dorch erst muss die Periode der menschlichen Isolierung beendet sein. „
„Was meinen Sie damit?“ fragte ich ihn. – „Die Isolierung, die jetzt überall herrscht, besonders in unserem Jahrhundert“, antwortete er. „Sie ist noch nicht ganz vorüber, und ihre Frist ist noch nicht abgelaufen. Strebt doch heute jeder danach, sich möglichst abzusondern und die Fülle des Lebens in sich selbst auszukosten. Dabei ist das Ergebnis all seiner Bemühungen statt der Fülle des Lebens nur reiner Selbstmord, denn statt zu einer vollen Entfaltung seines Lebens zu gelangen, verfällt er in völlige Isolierung. Die Gesamtheit hat sich in unserem Zeitalter in einzelne aufgespaltet, jeder zieht sich in seine Höhle zurück, jeder entfernt sich vom anderen, verbirgt sich und das, was er besitzt, und endet damit, dass er die Menschen zurückstößt und die Menschen ihn zurückstoßen. Einsam sammelt er Reichtum an und denkt: Wie mächtig bin ich jetzt und wie gesichert – dabei weiß der Unbesonnene nicht einmal, dass er, je mehr er ansammelt, um so tiefer in selbstmörderische Ohnmacht versinkt. Denn er ist es gewohnt, sich nur auf sich selbst zu verlassen, und hat sich als einzelner vom Ganzen abgesondert, hat seine Seele daran gewöhnt, an menschliche Hilfe, an die Menschen und die Menschheit nicht zu glauben, und bangt nur darum, sein Geld und seine erworbenen Rechte zu verlieren. Der menschlieche Geist beginnt heutzutage allenthalben in lächerlicher Weise zu verkennen, dass die wahre Sicherheit des einzelnen nicht durch seine isolierten Bemühungen herbeigeführt wird, sondern nur durch die Solidarität der gesamten Menscheit gewährleistet werden kann. Doch auch diese furchtbare Isolierung wird bestimmt einmal ein Ende nehmen, und dann werden alle auf einmal begreifen, wie unnatürlich es war, sich voneinader abzursondern. Das wird der Geist der neuen Zeit sein, und die Menschen werden sich wundern, wie sie so lange hatten im Dunkeln sitzen können, ohne das Licht zu sehen. Dann wird auch das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen. .. Doch bis dahin muss das Zeichen trozt allem gehütet werden, und ab und zu muss, wenn es auch nur selten geschieht, ein Mensch mit gutem Beispiel vorangehen und die Seele aus der Isolierung heraus zur der selbstlosen Tat der brüderlichen Gemeinschaft führen, selbst wenn man ihn dann für einen heiligen Narren hielte. Das ist notwendig, damit der große Gedanke nicht sterbe…“
(Dostojewskij; Aus: Die Brüder Karamasow I)

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Sch(l)afproblem…

April 29, 2009

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Versteckte Heuchelei

April 25, 2009

Was tun wir nicht alles… um ja, um unsere Masken nicht fallen lassen zu müssen. „Es ist doch normal.“, „Das macht doch jeder…“, „Wir wollen doch mitgehen…“, „Spielverderber? Nein, danke.“ Legaliesierung. uns selbst etwas vormachen – letztendlich allein damit bleiben, einsam in sich selbst… schlechtes gut reden wollen…

Oder gar nichts sagen, kämpfend mit immer den selben schwierigkeiten… einsam in sich selbst…

Vergebung?
Ehrlichkeit. Nichts gut reden. Eingestehen. Vergebung empfangen.
Zugesprochen bekommen: Es ist dir Vergeben, er, Jesus, hat bezahlt!

Warum machen wir es uns so schwer???
Lieber die krummen Wege, als der der gerade Weg der zum Kreuz führt?
Als der der mich mit den Bruder unter das Kreuz bringt und wenn ich es selber nicht glauben kann er mir zuspricht: Er hat dir Vergeben!…?

„Wer mit seinem Bösen allein bleibt, der bleibt ganz allein. Es kann sein, dass Christen trotz gemeinsamer Andacht, gemeinsamen Gebetes, troz aller Gemeinschaft im Dienst allein gelassen bleiben, dass der letzte Durchbruch zur Gemeinschaftnicht erfolgt, weil sie zwar als Gläubige, als Fromme Gemeinschaft miteinander haben, aber nicht als die Unfrommen, als die Sünder. Die fromme Gemeinschaft erlaubt es ja keinem, Sünder zu sein. Darum muss jeder seine Sünde vor sich selbst und vor der Gemeinschaft verbergen. Unausdenbar das Entsetzen vieler Christen, wenn auf einmal ein wirklicher Sünder unter die Frommen geraten wäre. Darum bleiben wir mit unserer Sünde allein, in der Lüge und der Heuchelei; denn wir sind nun einmal Sünder“
(Bonhoeffer, Gemeinsames Leben)

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Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar

November 30, 2008

„Zähmen, das ist eine in Vergessenheit geratene Sache“, sagte der Fuchs. „Es bedeutet, sich `vertraut machen`.“
„Vertraut machen?“
„Gewiss“, sagte der Fuchs. „Noch bist du für mich nichts als ein kleiner Junge, der hunderttausend kleinen Jungen völlig gleicht. Ich brauche dich nicht, und du brauchst mich ebenso wenig. Ich bin für dich nur ein Fuchs, der hunderttausend Füchsen gleicht. Aber wenn du mich zähmst, werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzig sein in der Welt. Ich werde für dich einzig sein in der Welt…“
„Bitte…zähme mich!“ sagte er.
„Ich möchte wohl“, antwortete der kleine Prinz, „aber ich habe nicht viel Zeit. Ich muss Freunde finden und viele Dinge kennenlernen.“
„Man kennt nur die Dinge, die man zähmt“, sagte der Fuchs. „Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgendetwas kennenzulernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften. Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund willst, so zähme mich!“
„Was muss ich da tun?“ fragte der kleine Prinz.
„Du musst sehr geduldig sein“, antwortete der Fuchs.
 Letztendlich verrät der Fuchs ihm sein Geheimnis. Er sagt:
„Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
„Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“, wiederholte der kleine Prinz, um es sich zu merken.
„Die Menschen habe diese Wahrheit vergessen“, sagte der Fuchs. „Aber du darfst sie nicht vergessen.“

 

Dies ist ein kleiner Auszug, aus dem Buch: „Der kleine Prinz“ den ich für einen Input für die 5. und 7. Klasse katholischer Religionsunterricht als Ausgangspunkt wählte. Schon spannend einen katholischen Reliunterricht gestalten zu dürfen. Unser Team (7 Leute) wählten das Thema „Freundschaft“ und wir stiegen mit „Marmor, Stein und Eisen bricht“ in dieses Thema ein.
Was bedeutet Freundschaft? An was mach ich sie fest? An Äußerem? An Mit-dem-Strom-schwimmen? Kannst du mit halten?
Der kleine Prinz begleitete uns durch diese Fragen und dann durch die 2 Schwerpunkte: Gott interessiert sich für dich, du bist ihm wichtig – es liegt an dir, die Einladung zu einer Freundschaft mit diesem großen Gott anzunehmen, der mit dir auch Geheimnisse teilen möchte…
…denn:
„Der Mensch sieht was vor Augen ist, der Herr aber sieht das Herz an“.

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Gottes lächeln

Oktober 28, 2008

ich glaube nicht an Zufälle, aber ich glaube an einen Gott der allmächtig ist und den Überblick über unser Chaos hier hat. Und ich glaube, dass wenn wir denken, dass es ein Zufall ist, er lächelt. Heute hat er bestimmt gelächelt als er mich sah (natürlich nicht nur heute, er lächelt mich jeden Tag an :-)
Warum, er heute gelächelt hat?:

unterricht, lesen, sitzen, schreiben, zuhören…

Jakobus.
Ein Brief im Neuen Testament der als Adresse trägt:
„die 12 Stämme die in der Zerstreuung leben“

Jerusalem war das geistliche Zentrum und Jakobus war es wichtig die nicht aus dem Blick zu verlieren, die eben nicht unmittelbar dort in Jerusalem waren…
Er war ein weiser Mann und von den Juden sehr geschätzt. So schreibt er an Juden und Christen und nimmt gleich Bezug zu deren (Juden) Ursprung: die 12 Stämme.
Zerstreung. Hier steht im griechischen: diaspora.
Wobei dia = „durch“ und spora = „Samen“ bedeutet…
Letzendlich kann man sagen: An die Juden die Boten sind. (Ich ergänze hier: Boten, des Wortes Gottes)
Sie waren „Ausgestreut“ und nicht direkt im geistlichen Zentrum Jerusalem – aber eben nicht vergessen!

Ich dachte daran, wie leicht wir vergessen, sobald wir „weggestreut“ von unserer Heimatgemeinde sind, wie schnell wir andere vergessen und aus dem Blick verlieren die aber vielleicht Unterstützung für ihren Glauben, mutmachende Worte bräuchten um auf dem Weg mit Jesus zu bleiben den sie eingeschlagen haben.
Und ich dachte an all die Menschen die ich kannte und von denen ich so weit „weggestreut“ war und die die von mir so weit „weggestreut“ sind… …von meinem „heiligen Berg“ hier…

Vielleicht findet keine geistliche Zerstreuung statt wenn Menschen wegziehen und wo anders neu beginnnen, aber jeder, auch wenn er am Wohnort bleibt, kennt wohl eine Zerstreutheit der Gedanken und der Gefühle.
Jeder von uns durchlebt Zeiten der „Zerstreuung“ und vielleicht tut es uns allen gut, auch wenn es nur um die Ecke ist, ein Briefchen zu schreiben, einen Gruß an die Windschutzscheibe zu heften oder an die Fahrradstange… …eine liebe Mail zu schreiben, eine Blume vor die Haustüre zu legen…
…ein „Ich denk an dich“.

…und Gott hat gelächelt:
denn er sah mich danach am Postfach stehen und von meinem liebsten Freund und Bruder einen Brief heraus ziehen und noch einen 2. Brief von einem Freund! Genau an dem Tag wo ich davor fragte: „bin ich vergessen?“
Und ich?
Ich hab Gott zurückgelächelt :-) ! Weil er genau gewusst hat, was ich davor gedacht habe… ;-)