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Am Abend der Welt

Juli 24, 2009

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Selbst in der tiefsten aller Krisen bist du, Gott, uns Menschen nah.
Selbst am Ende unsrer Tage scheint dein Licht uns hell und klar.

Selbst im Tod schenkst du uns Leben,
schenkst uns Hoffnung,
sprengst die Zeit.
Drum kannst du uns aufsteh’n helfen aus den Krisen unsrer Zeit. (Clemens Bittlinger)

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Wenn ich doch ein Mann wäre… – „The nothing box“

Juli 21, 2009

Nein, eigentlich bin ich gerne Frau, weil ich die Zärtlichkeit, die Schwäche, aber auch die Stärke mag und dies alles in Einklang zu bringen…
Weil, Frausein für mich viele Seiten bedeuten wie z. B. mich fallen lassen zu dürfen, Rückhalt zu erfahren, gehalten zu werden, stärken und ermutigen, sorgen, kümmern, helfen, zärtlich berühren, verbinden, trösten, zuhören, ermahnen, Streit schlichten, Gutenachtgeschichten vorlesen, ab und zu mal putzen, mich in meiner Gefühlswelt annehmen, auszuleben, harmonieren…

…aber leider immerzu zu denken!!! Ein Gehirn was immer aktiv ist, mit mir schöne Sachen denkt, vor sich hinträumt, aber sich auch zuviel sorgt, ständig innerlich auf Trab ist und vor allem mich auf Trab hält…
Vergammelt noch mal: Warum habe ich als Frau keine „nothing box“???
Ich beneide euch Männer…
Könnt ihr deshalb im Stehen, sitzen und überall immer gleich sofort schlafen???
Einfach mal nichts denken. Wow. Wahnsinn.  Nicht auszudenken, dass das funktioniert…

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Stromgedacht

Juli 13, 2009

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Wenn man genau hinhört, dann hört man dass surren…
Wenn man genau hinsieht, dann sieht man die vielen Teilchen die schnell wie Raketengeschossen durch die dicken Kabel dahinschießen…
Unter Strom.
Wenn man genau hinfühlt, dann bekommt man eine leise Ahnung von der regen Energie die auf der sechs-, acht- oder gar zwölf oder mehrspurigen Leitungsenergieschnellspurigauto- bahnen da über einen hin und her saust… Unter Strom.
Ich mag meine Freunde da oben – die da oben in der Leitung. Blitzlichter was mir alles dazueinfällt hier:

1.) Wenn ich alleine über all die Felder gehe, in Ruhe mit mir selber, dann schaue ich ihnen lediglich zu. Wie sie sich da über den Himmel hinwegspannen.
Wenn ich in mir Ruhe, schaue ich gestressten Menschen lediglich nur zu. Ich höre ihr surren, Ich sehe ihre Lichter, ihr Funkenversprühen, und spüre zum Teil, nicht immer, mich selbst trotzallem wohl in ihrer Nähe… ich bleibe still in mir …bei ihnen sitzen. Trotzdem. Spannungsausgleich.

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2.) Spannungsfelder. Spannungsgeladen
Bin ich noch ich? Bin ich mein Umstand? Bin ich die anderen? Nein, natürlich nicht!
Spannungsfelder: Ich – die Anderen. Meine Meinung – die Meinung von Anderen. Erwartungen…
Träume – Realitäten, Hoffnungen – Enttäuschungen – Vertrauen, Streit – Konflikt – Vergebung…
Kämpfen und Annehmen. Ruhen. Frieden.
Spannungsfelder. Unter Strom.  Stress im Spannungsfeld. Unter Strom und zugleich darin „Energie“ hervorbringen, Prozesse die laufen, weiterlaufen…

Strom63.) Abhängigkeit zur Stromquelle.
Produziere ich dass Licht wenn ich mit Menschen rede? Strample ich selbst für meinen eigenen Stromkreis, wo ich Quelle, und zugleich überbringer bin? Bin ich autonom?

Licht in mir. Der, der selbst Licht ist, niemals müde wird… Immer fähig Licht zugeben, ihn zugeben!
Dankbar in abhängigkeit zu leben. Energie, er selbst der hellerstrahlt, alles möglich macht.
Er selbst der Verbindung schafft: Netzwerk seiner Freunde. Gebündelte Energie. Weil er sebst da ist. In unserer Mitte.

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I don’t belong

Juli 9, 2009

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Gezeichnet – Jonny Cash

Juli 6, 2009

„I walk the line“ hieß der Film der 2005 über unsere Kinoleinwände zog.
Jonny cash. Countrymusiker. Folk. Blues. Gospel. Und wirklich gelebt… Das nicht alles so einfach war zeigt der Film auch.
Sein Bruder Jack, wollte Prediger werden, und niemand war John so wichtig wie er. Jack liebten alle. Seine freundliche Art, seine güte, er las liebendgern in der Bibel und Jonny wusste das auch er eine Entscheidung zu treffen hatte… und er traf sie, noch zu Kinderzeiten, eine Entscheidung die in seinem Leben noch sehr viel Auswirkung hatte…
Prediger wurde sein Bruder nicht. Er starb noch als Kind. Und John?

John verfiehl in seiner Laufbahn als Künstler in die Tablettensucht. Es war „in“ unter manchen von seinen Freunden… „Hier nimm doch eine, du wirst dich nicht mehr müde fühlen, und schaffst das nächste Konzert auch…“ Und wie gut er sich dadurch fühlte, er brauchte keinen Schlaf, das Gewissen machte ihn auch keine schwierigkeiten mehr und so verfiel er immer mehr in die Droge die er „Selbsttäuschung“ nennt.
Seine Ehe geht in die Brüche, ebenso Autos die er im Rausch zu Schrott fährt, Gegenstände, Hotelzimmer die er randaliert… gezeichnet von der Sucht.
Seine Freunde, seine Familie, nein, sie glauben nicht mehr das er lange zu leben hat…

„Sony“, sagte ich, „ich weiß, daß du Christ bist und ich bin es auch. ich weiß dass ich für die Musik und für die Unterhaltungswelt bestimmt bin, aber wie kann man in diesem Geschäft ein Leben als Christ führen?“
Sonny dachte kurz nach. „John“, sagte er, “ ich mache es so. Ich bin einfach so, wie ich bin. Ich bin kein Künstler, der Christ wurde, sondern ich bin ein Christ, der Berufskünstler ist. An erster Stelle bin ich aber Christ.“
Später in der Unterhaltung sagte er noch:
„Vergiss nicht, daß das, was du bist und das Leben, das du führst, lauter singt, als irgendein Lied.“
„Ich danke dir für deinen Rat“, sagte ich. „Ich werde es beherzigen.“
„Und vergiss das Beten nicht!“ fügte Sonny noch hinzu.

(Beginn seiner Karierre)

Freunde. Freunde, wahre Freunde die für ihn beten, eine davon ist June (später wird sie seine Frau). Mit ihrer ganzen Familie hilft sie ihm, aus der Sucht herauszukommen. Betet mit ihm. Vertreibt mit ihren Eltern „Freunde“ die wieder erneut ihm etwas bringen wollen… halten mit ihm stand.

Tiefer Frieden zieht bei ihm ein. Wirkliche Freude am Leben. Er schreibt, er kniete am Bett nieder und er konnte gar nichts sagen…
Das Leben singt lauter wie jedes Lied. Jeder wusste um seine Sucht, aber jeder sah auch das Wunder und durfte hören was er selbst sagte:

„Nun, ihr Leute, ich habe eine Menge Lieder und Gospelsongs in dieser Show angesagt. Ich möchte nun besonders betonen, dass ich das auch wirklich empfinde, was ich im nächsten Lied vorgtragen werde. Ich bin ein Christ.
Ich habe schon immer gewußt, dass in unserer Welt zwei Mächte am Werk sind, die Macht des Rechts und die Macht des Unrechts. Die Macht des Guten und die Macht des Bösen. Ich möchte sie die Macht Gottes und die Macht Satans nennen. Gott hat in dieser Welt die größte Macht. Erst dann kommt Satan, und weil er nicht nachläßt, um einen Platz in meinem Leben zu kämpfen, möchte ich mit diesem Lied zum Ausdruck bringen, dass Gott der Sieger in meinem Leben ist. Ohne ihn wäre ich nichts. Ich habe gerade jetzt ein tiefes Verlangen nach dieser Macht Nummer eins.“

Gezeichnet. Umgekehrt. Gezeichnet mit Jesus Christus – trotz scheitern.

(Auschnitte aus dem Buch „Jonny Cash – Der Mann in Schwarz, eine schonungslose Selbstbiographie“)

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Du liebe Arbeit – du lieber Patient…

Juli 2, 2009

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Vorbei!? – positiv trotzen lernen…

Juni 30, 2009

Vorbei.
Morgen beginne ich wieder zu arbeiten… 11 Monate gefüllte Zeit. Nicht das ich nicht gearbeitet hätte… …anders gearbeitet – vielleicht sogar härter als zu manch anderen Zeiten… Arbeit in mir. Fundamente festigen.

Herausfordernd. Trotzig trotzen lernen trotz allem, denn Hart war es dieses Jahr. Wahrscheinlich das härteste und schmerzhafteste…
Trotzen lernen – mehr denn je. Zwischen all den Tränen, all dem was war und kommt…

Die Weichstellung hatte ich schon früh gelegt: Mit 13 Jahren, als ich mir meinen Konfirmationsspruch heraussuchte… Schon damals: Trotz allem. Wie sehr er mich noch herausfordern sollte, wie oft noch… das wusste ich nicht…

„Ich will loben den Herrn allezeit, sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.“ Ps. 34,2

Im Vertrauen dankbar allen negativen und unverständlichen Situationen und Ereignissen positiv trotzen lernen: „Trotzdem Herr! Trotzdem, danke ich dir!“

Erst vor kurzem Stand ich wieder auf einem Berg und sagte:
Egal was kommt, ich werde morgen wieder hier stehen und wir werden darüber reden, und ich werde dich loben!

Mein Aussegnungsvers aus der Bibelschule begann desahalb mit einem ABER:
„ABER das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott den Herrn, dass ich verkündige all dein Tun.“
(Ps. 73,28)

Vorbei?
Nein, ich glaube doch nicht… Es geht weiter… Anders weiter – mit arbeit halt ;-)

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Du musst das Leben nicht verstehen…

Juni 26, 2009

Kognitiv gesteuert wie ich bin, will ich immer eines: Verstehen.
Kann man mir etwas oder einen Zusammenhang gut erklären, dann sehe ich vieles ein, bin Rücksichtsvoll, habe Nachsicht und bin definitiv Barmherziger – auch mit mir selbst…
Bleiben Erklärungen aus, dann beginnt für mich eine Herausforderung anderen und mir selbst gegenüber: Vertrauen.

Vertrauen, dass dennoch alles unter einer guten Hand passiert, auch wenn ich es selbst nicht ändern kann.
Und mich selbst loszulassen und anzuvertrauen, ihm unterstellen, zuzulassen an mir und mit mir weiter den Weg zu gehen, auch wenn ich gerade noch nicht weiß wohin er mich führt, und dieser Weg mit Entbehrungen und auch Leid gepflastert sein mag, trotzallem meine Hand in seiner spüren… festhalten. Nichtloslassen.
Du musst das Leben nicht verstehen. Festhalten an ihm. Er versteht es. Ihm vertrauen. Ihn lieben. Ihm glauben, ihm vertrauen, dass er auch liebt. Er um alles weiß. Das große Ziel vor Augen hat…

Du musst das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.
Und lass dir jeden Tag geschehen
so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen
sich viele Blüten schenken lässt.

Sie aufzusammeln und zu sparen,
das kommt dem Kind nicht in den Sinn.
Es löst sie leise aus den Haaren,
drin sie so gern gefangen waren,
und hält den lieben jungen Jahren,
nach neuen seine Hände hin.

(aus: Frühe Gedichte, von Rainer-maria Rilke)

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Ist es nicht schon genug, Gott?

Juni 23, 2009

So weit wie möglich
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Hier ein anderer Weg, um die zwei Seiten dieser Wahrheit zu zeigen. Auf der einen Seite dürfen wir uns nie einbilden, dass unsere eigenen schwachen Bemühungen dazu imstande wären, uns auch nur durch die nächsten vierundzwanzig Stunden als „anständige“ Menschen durchzubringen. Wenn Gott uns nicht hilft, ist keiner von uns vor grober Sünde sicher. Andererseits hat keiner der großen Heiligen, von denen uns berichtet wird, je einen Grad der Heiligkeit oder Tapferkeit erreicht, den Gott schließlich nicht auch in uns hervorbringen will. Die Arbeit daran wird in diesem Leben nicht abgeschlosssen werden; dannoch möchte Gott bereits vor unserem Tod mit uns so weit kommen wie möglich.
Darum dürfen wir nicht überrascht sein, wenn wir auf dieser Erde viel leiden müssen. Wenn ein Mensch sich Christus zuwendet und scheinbar gute Fortschritte macht (in dem Sinne, dass einige seiner schlechten Angewohnheiten nun korrigiert werden), hat er oft das Empfinden, dass es nun auch so reibungslos weitergehen müsse. Bei den ersten Schwierigkeiten dann, Krankheit, Geldsorgen und neuen Versuchungen, ist er enttäuscht. Diese Dinge, so meinte er, waren vielleicht notwendig, um ihn in seinen schlechten alten Tagen aufzurütteln und zur Reue zu mahnen. Aber jetzt? Dabei will Gott ihn auf eine hörere Ebene führen, ihn weitertreiben, indem er ihn in Situationen bringt, in denen er viel mehr Mut, Geduld oder Liebe aufbringen muss, als er sich je hätte träumen lassen. Dies scheint uns ganz und gar unnötig. Aber wahrscheinlich nur, weil wir noch nicht die leiseste Ahnung davon haben, wie gewaltig das ist, was Gott aus uns machen will.

(aus Pardon, ich bin Christ von C.S.Lewis)

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Platz genommen

Juni 6, 2009

Ich höre die EinladungDSC_5830 an mich, sein leichtes anklopfen…
…doch nicht nur zwischen „Tür und Angel“, „Buch und Stift“, „Halb wach und halb schlafend“ Zeit mit ihm zu verbringen…

Aufraffen. Hm. Ich winke müde ab. Jetzt mal nicht. „Geh alleine. Triff dich mit jemand anderem…“ Halb höre ich zu.
Ja, ich weiß, ich weiß es ist gut. Ich weiß es ist wichtig. Für mich. Zuviel Unordnung in mir. Wir müssen mal wieder konzentriert reden. Länger am Stück…
Und schon zu lange sage ich ja auch das wir darüber und hierüber reden sollten. Nur wir zwei.

Nun lasse ich alles stehen.
Immer wieder ziehst du mich. Stunden mit dir. Immer wieder alles stehen und liegen lassen…
Tee, der gegenüber von dir genossen wird. Stille die wir teilen.
Zeit, zur Ordnung. Zeit, zu lachen. Zeit, wo ich dachte ich verliere sie, wird die Schönste… werden Stunden.
Gestärkt mit Kraft. Ausgeglichen. Ruhend… mit dir.
Du gehst nicht. Du bleibst. Hier.
Erneut werden wir aufbrechen. Immer wieder… Aufbrechen. Immer wieder.